Jury kürt die drei besten E-Books 2016

Die Gewinner des Deutschen E-Book-Awards stehen fest: Die aus Sicht der Jury besten E-Books des Jahres stammen in diesem Jahr von der Lesebühne Kabeljau und Dorsch, Videobooks Interactive und Luftlinie Produktion.

Die Gewinner im Überblick:

Fiction

Jury-Bewertung: Die Anthologie von Kabeljau und Dorsch, einer Lesebühne in Berlin-Neukölln, präsentiert Texte von 16 jungen Autorinnen und Autoren in multimedialer Form: Neben den Texten – neuen Stücken der jungen Literaten – gibt es teils Audiodateien mit den gesprochenen Texten, teils begleiten Videos die einfache Textpräsentation. Das enhanced E-Book gibt einen kompakten Einblick in eine ebenso spezielle wie spannende Facette des aktuellen literarischen Schaffens. Bemerkenswert ist auch die Vertriebsplattform: Das für Apple iBooks optimierte ePub3 ist ausschließlich über die Website von Kabeljau & Dorsch erhältlich.

Non Fiction

Jury-Bewertung: Die App lässt die Rezipienten das literarische und künstlerische Schaffen Friedrich Dürrenmatts interaktiv und multimedial erleben, Inhalt, Design und Usability sind hier perfekt aufeinander abgestimmt. Der Materialreichtum von Dürrenmatts literarischem und künstlerischem Werk, die Dokumentation seines Schaffens durch ihn selbst in Text, Film und Ton: Das Videobook fügt all diese Elemente zu einer gleichzeitig unterhaltsamen und informativen digitalen Geschichte zusammen.

Diese digitale Werkschau entstand aus einer Kooperation zwischen dem Verlag Diogenes, dem Centre Dürrenmatt, dem Schweizerischen Literaturarchiv und der Charlotte Kerr Dürrenmatt-Stiftung.

Kinder und Jugend

  • „Die Brille“
  • Eingereicht von: Luftlinie Produktion UG & Gentle Troll Entertainment GmbH
  • Format: App
  • Verantwortlich: Martin Armbruster, Michel Wacker

Jury-Bewertung: „Die Brille“ ist eine interaktive Kinderbuch-App für iOS und Android. Neun abwechslungsreiche Szenen reichern die lineare Erzählung mit verrückten Erlebnissen an. Der Leser setzt sich mittels Layer-Technik eine Brille auf, durch die zusätzlich zur realen Szene eine zusätzliche, fantastische Ebene sichtbar wird, die viele kleine spannende animierte Bildgeschichten enthüllt.

Der Titel überzeugt durch seine formal und gestalterisch ebenso innovative wie konsequente Herangehensweise. Sprecherin, Musik, Animationen und Soundeffekte sind stimmig und machen diese App zu einem großen Erzähl-Spiele-Spaß für Kinder und Eltern.

Sonderpreis 

Außerdem hat die Jury einen „Sonderpreis für gelebte digitale Transformation“ vergeben, der an das Projekt „E-Book selbst gemacht“ der 8. Klasse der Münchener Neuhof Schulen verliehen wurde. Die Schüler haben sich über drei Monate hinweg mit dem Thema Flucht auseinander gesetzt und die Klasse hat den DDR-Roman „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke als Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Gegenstand Flucht gelesen. Die daraus entstandenen Beiträge der Schüler wurden in einem enhanced E-Book zusammengefasst. Neben Texten gibt es auch Fotos, Bilder, Videos und Musik, was sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Rezipientinnen und Rezipienten das Thema auf vielfältige Weise erschließt und näher bringt.

Die Jurymitglieder sind: Dr. Alexander Trommen, Carolin Ulrich, Christiane Winter, Dorothea Martin, Fabian Kern, Dr. Florian Sochatzky, Dr. Marlies Michaelis, Peter Schmid-Meil, Rudolf Paulus Gorbach und Steffen Meier.

buchreport ist Medienpartner des Deutschen E-Book-Awards.

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Kommentare

2 Kommentare zu "Jury kürt die drei besten E-Books 2016"

  1. Tut man sich wirklich einen gefallen, indem man solch verschnarchte »E-Books« als beste des Jahres 2016 auszeichnet? Sie sehen aus, als kämen sie direkt aus dem CD-ROM-Zeitalter der 1990er-Jahre. Ein paar Filmchen, ein paar gute Fotos, ein paar Animationen, etwa Herumtippen auf dem Bildschirm, das Aktionen auslöst. Ok, in den 90ern musste man die Sachen noch mit der Maus anklicken. Aber daran kann doch nicht das Neue bestehen!

    Man möge mich nicht missverstehen: Nichts gegen die Inhalte, nichts gegen die Umsetzung. Glückwunsch den Gewinnern! Und dennoch wirken die drei Projekte, als wäre die Zeit 20 Jahre still gestanden.

  2. Und auch diesmal wieder:
    Es handelt sich um Apps, kleine Computerprogramme, nicht um E-Books.
    Die Diskussion habe ich letztes Mal schon angezettelt. Da ich aber auch dieses Jahr wieder über den Begriff „E-Book“ irritiert bin, kann ich nur den Luther machen, und den Titel des Preises bemängeln.
    Als Hersteller „normaler“ E-Books, die zum einfach nur Lesen, komme ich mir einfach ziemlich in die verstaubte Ecke gestellt vor.

    Ansonsten: Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern des E-App Preises!

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