Bühne fürs Digitalbuch

Der Fokus von Skoobe lag bisher primär auf den eigenen Apps, während die Website des Joint-Ventures von Holtzbrinck und Random House lediglich das Prinzip des Flatrate-Anbieters präsentierte. Zweieinhalb Jahre nach dem Start bauen die Münchner den Büchern auch eine breite Web-Bühne.

Neben einem neuen Logo (das eine Bücherblume zeigt) hat Skoobe die Webseite überarbeitet. Die opulente Bildsprache fällt ins Auge, daneben aber auch, dass erstmals das Buchangebot (nach eigenen Angaben über 45.000 Titel von rund 1000 Verlagen, darunter auch internationale Verlage wie Tor Books und Allen & Unwin) im Netz abgebildet wird: Detailinformationen zu den einzelnen Titeln inklusive der Bewertungen, die in der App vorgenommen werden. Der Einstieg erfolgt über die Buchkategorien Belletristik, Sachbuch, Ratgeber sowie Kinder & Jugend, die wiederum mit 40 Unterkategorien verknüpft sind.
Das neue Konzept der Webseite verstärkt die Präsenz von Skoobe im Netz – der Buchkatalog bietet viel Futter für die Google-Crawler. Eine browserbasierte Nutzung für Abonnenten will Skoobe vorerst nicht anbieten – dies werde aktuell von den Nutzern nicht nachgefragt, heißt es in München.  Hinzu komme, dass Skoobe über einen browserbasierten Dienst nicht dieselbe Qualität abbilden könne wie in den Apps: wegen der fehlenden Leistungsstärke der mobilen Endgeräte und der eingeschränkten Funktionalität der Browser. Die Entwicklung werde aber langfristig n diese Richtung gehen.
„Standen früher die technischen Lösungen für das digitale Lesen im Vordergrund, spielen heute Umfang und Qualität des Buchangebots, Inspiration für neue Literatur sowie die Unbeschwertheit bei der Nutzung eine wichtige Rolle“, begründet Constance Landsberg, CEO von Skoobe, die Neuerungen.
Henning Peters, CTO bei Skoobe, erinnert daran, dass zuletzt auch die Lesefunktionalität verbessert worden sei: 15 Softwareupdates habe Skoobe in den letzten Jahren allein für die iOS-App vorgenommen, um Funktionen wie Nachschlagen von Wörtern bei Wikipedia und Google, Silbentrennung, Nacht- und Sepia-Lesemodus und Bildschirmrotation anzubieten. Aktuell bedient Skoobe mit den eigenen Apps die Plattformen Android (Smartphones und Tablets, Apple (iPhone und iPad) sowie Amazon (Kindle Fire Tablets).
Ein Interview mit Landsberg und Peters ist im buchreport.magazin /2014 zu lesen  (hier zu bestellen), hier ein Auszug.

Das Skoobe-Team in München (Foto Skoobe).

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