Ohne Smartphones läuft nichts mehr

Wie ticken die Digital Natives, diese Frage ist nicht nur für die Kinder- und Jugendbuchverlage, sondern für alle Verlage entscheidend. Denn das Mediennutzungsverhalten der Jungen von heute gibt Aufschluss über die Perspektiven der Verlage morgen. 
Der  Technologie-Verband Bitkom hat für die Studie „Kinder und Jugend 3.0“ (hier zum Download) 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren repräsentativ befragt. Am Resultat ist besonders der große Stellenwert vom Internet, von Smartphones und – teilweise – auch Tablets bemerkenswert.
Die wichtigsten Ergebnisse (am Ende des Artikels folgen weitere Details):
  • Internetaffinität: 39% der 6- bis 7-Jährigen nutzen bereits das Internet, in der Altersgruppe der 10 bis 11-Jährigen liegt die Quote der Online-Nutzer schon bei 94%.
  • Die Dauer der täglichen Nutzung liegt zwischen 22 Minuten (10, 11 Jahre)  und 115 Minuten (16 bis 18 Jahre).
  • Kommunikationsgeräte: Je älter die Nutzer, desto wichtiger das Smartphone. 20% der 6-7-Jährigen nutzen schon die Minicomputer, bei den 10-11-Jährigen liegt der Anteil schon über der Hälfte (57%), bei den Fast-Erwachsenen (16 bis 18) sogar bei 88% (s. erstes Chart unten). In dieser Zielgruppe ist das Smartphone das wichtigste Gerät beim  Zugriff aufs Internet (also vor dem stationären Computern oder Laptops).
  • Interessant ist auch die Nutzung von Tablets, die besonders in der Altersklasse 8 bis 13 Jahre hoch im Kurs liegen, danach aber wieder an Attraktivität verlieren.
  • Internetaktivitäten: Kleinere Kinder nähern sich dem Internet über die Mediennutzung  (fast ausschließlich Online-Spiele, Filme/Videos), andere Nutzungsformen spielen in dieser Altersgruppe noch keine größere Rolle. Bei älteren Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren liegt die Mediennutzung gleichauf mit Kommunikation und Information.
  • Medien: Bei den kleineren Kindern liegen analoge Medien (Gesellschaftsspiele, CDs, DVDs, Blu-Rays, Bücher und Zeitungen/Zeitschriften) vor digitalen Formaten (Computerspiele, Online-Musik, Online-Videos, E-Books, Online-Nachrichten). Bei den 16-18-Jährigen hat sich das Verhältnis umgekehrt (s. zweites Chart unten)  Ausnahme: Auch in dieser Altersklasse führen gedruckte Bücher (72%) mit großem Abstand vor E-Books (21%).
  • Social Media: Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren (10% sind in Social Media aktiv) und steigt bei älteren Kindern rasant an, bis auf 85% bei den 16- bis 18-Jährigen. Hoch im Kurs ist bei Kindern zunächst WhatsApp, erst bei den 16–18-Jährigen liegt Facebook vorne (s. drittes Chart unten).

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