Printköder für Hobbyköche

Auf der Suche nach neuen Verwertungsformen gehen viele Verlage von starken Printmarken aus, bei denen digitale Ausbaustufen angedockt werden. Auf dem Markt für Rezepte sind dagegen aktuell einige Aktivitäten in Gegenrichtung zu beobachten, im Ausland sowie in Deutschland.
Hierzulande plant Gruner + Jahr die Zeitschrift „Chefkoch“, die auf Basis der verlagseigenen Online-Plattform Chefkoch.de entwickelt wird. Laut „Kontakter“ soll das neue Monatsmagazin im Oktober an den Kiosk kommen, als eine Art Best-of-Chefkoch.de. Dabei soll die Magazin-Redaktion die beliebtesten Rezepte des Portals nachkochen und, bei Gelingen, ins Printformat überführen. Nach Angaben von G+J ist Chefkoch.de mit mehr als 1 Mio angemeldeten Hobbyköchen und über 10 Mio Usern die größte Food-Community Europas, sie zähle zu den meistbesuchten Websites Deutschlands.

Die 1997 gestartete, 2006 von Readers Digest für 66 Mio Dollar gekaufte und 2012 an den Magazin-Verlag Meredith für 175 Mio Dollar weiterverkaufte Rezepteseite Allrecipes.com (über 1 Mrd Besuche pro Jahr) erhält im Herbst einen Printableger. Das Magazin soll monatlich erscheinen. Werbekunden wird eine Mindestauflage von 500 000 Exemplaren zugesichert.

Vorangegangen waren einige Feldversuche, bei denen der Verlag getestet hat, ob die im Internet bekannte Marke auch offline zieht. Bei einer schon eingeführten Publikation sei testweise der Name gegen Allrecipes getauscht worden, worauf der Absatz des neu deklarierten Ablegers gleich um 45% gestiegen sei, heißt es beim Verlag.

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