iPad ist kein Kindle-Killer

Als Apple im April 2010 mit dem iPad eine neue Gerätekategorie auf dem Computer-Markt einführte, erklärten Branchen-Auguren, die Zeit von Kindle & Co. sei bald abgelaufen. 14 Monate später scheint die Annahme von einer Verdrängung der im wesentlichen monofunktionalen Reader (Lesen) durch die multifunktionalen Tablets (Lesen, Filme schauen, Musik hören, spielen, etc) widerlegt worden zu sein: Zumindest in den USA wächst die Zahl der E-Reader-Käufer rasant.

Nach einer Studie des Pew-Forschungszentrums, einem US-Meinungsforschungsinstitut, besaßen im Mai 2011 doppelt so viele US-Erwachsene einen E-Reader wie noch im November 2010: 12%. Die Verbreitung von Tablets wuchs laut Studie im gleichen Zeitraum nur von 5 auf 8%.

Weitere Ergebnisse aus der Studie:

  • Rund 3% der US-Amerikaner über 18 Jahre besitzen ein Tablet und einen E-Reader.
  • In der Gruppe der 18- bis 49-Jährigen wächst die Zahl der E-Reader-Besitzer am schnellsten.
  • Tendenziell werden E-Reader von Eltern und Erwachsenen mit Jahreseinkommen über 75.000 Dollar gekauft.

Auch die jüngste Statistik des US-Verlegerverbands AAP zeigt, dass der E-Book-Markt weiterhin schnell wächst. Im April 2011 waren digitale Bücher mit einem Umsatz von fast 73 Mio Dollar die drittstärkste Warengruppe nach Adult Hardcover und Adult Paperback. Zum Vergleich: Seit April 2010 wuchs der E-Umsatz um 158%.

Kommentare

1 Kommentar zu "iPad ist kein Kindle-Killer"

  1. Juergen Schulze | 2. Juli 2011 um 21:17 | Antworten

    Na, dann wollen wir hoffen, dass es in Deutschland auch endlich voran geht, damit die Dominanz der alten Verlage endlich durchbrochen wird.
    Denn wer einmal ein Buch auf dem Kindle gelesen hat, der fasst nie wieder ein gedrucktes Buch an.

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