Ende eines kurzen Gastspiels

Die Basler Filiale des französischen Medienkaufhauses Fnac wird Ende März geschlossen. Dabei hatte der 3200 qm große Laden erst am 17. April 2008 eröffnet. Die Filiale an der Steinenvorstadt 5 war der erste Ableger der Fnac in der Deutschschweiz. Das Unternehmen verkauft neben Medien auch Elektronik vom TV bis zum Laptop, die in Basel zwei der acht Etagen belegte.

Als Grund für die schnelle Schließung der Filiale gibt die Kaufhauskette zu geringe Umsätze an. Eine zufriedenstellende Rentabilität sei mittelfristig nicht zu erwarten, hieß es. Die Gewinnschwelle werde statt wie geplant in drei bis vier erst in sieben bis acht Jahren erreicht; so lange will das Unternehmen nicht warten. „Vielleicht spielte die Lage unserer Filiale, die sich am Rande des Basler Geschäftszentrums befindet, eine Rolle, vielleicht ist das Fnac-Konzept im deutschsprachigen Raum auch noch zu wenig bekannt“, mutmaßt Eliane Meyer, Kommunikationsleiterin von Fnac Basel.

Von der Schließung des Multimediakaufhauses betroffen sind 61 Mitarbeiter. Laut Meyer werden erste Kündigungen „frühestens Ende März“ ausgesprochen. Für diejenigen, die daran interessiert sind, versuche man eine Stelle in den Filialen in Genf, Lausanne oder Freiburg zu organisieren. Wenn ein Ortswechsel nicht in Frage kommt, solle ein Sozialplan greifen.

Avisiert waren im deutschsprachigen Teil der Schweiz bis 2010 auch Filialen in Zürich, Bern, St. Gallen und Luzern. Diese Pläne werden jetzt wohl für mehrere Jahre auf Eis gelegt. Eliane Meyer: „Die Erfahrung in Basel hat uns gezeigt, dass der Eintritt in einen neuen Sprachraum anspruchsvoll ist. In diesem Sinne ist eine Bedenkzeit angesagt.“

In Deutschland war die Fnac schon 1995 mit einer Berliner Filiale gescheitert.

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