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Verlage
Freitag, 05. November 2010 (12:01 Uhr)


Fischer weitet digitales Angebot aus

Angereichert ist's

Der Frankfurter Fischer-Verlag steigt im November ins Geschäft mit angereicherten E-Books ein. In Kürze sollen die ersten 200 Titel der Fischer Klassik-Reihe in digitalem Format auf den Markt kommen, weitere 300 Titel folgen im Dezember.

Wie Michael Justus, kaufmännischer Geschäftsführer der Holtzbrinck-Tochter, bei der Homer-Konferenz in Berlin (hier mehr) erklärte, soll das Veröffentlichungs-Volumen im kommenden Jahr noch steigen. Die Ausgaben sollen neben dem Text der Taschenbuch-Ausgabe weitere Materialien wie den Originaltext (bei Übersetzungen) oder biografische Daten enthalten.

Titel auf Basis von exklusiv bei Fischer erhältlichen Titeln sollen 1,99 Euro kosten, andere Texte sind teurer (Joseph ConradsHerz der Finsternis“ beispielsweise 4,99 Euro). Trotz der vergleichsweise geringen Verkaufspreise sei die Gewinnmarge für Fischer ausreichend, dank der datenbankgestützten Produktion der E-BooksaufBasis von XML-Daten, so Justus.

Darüberhinaus seien weitere Projekte jenseits der herkömmlichen Epub-Angebote geplant:

  • darunter eine App mit den Märchen von Grimm (7,99 Euro).
  • Die Literatur-Zeitschrift „Neue Rundschau“ soll in Form einer Online-Datenbank angeboten werden; dazu seien 250.000 Textseiten  gescannt und indexiert worden. Für Abonnenten soll die Nutzung (daruner qualifizierte Suchmöglichkeiten) voraussichtlich kostenlos sein. Laut Justus ein „mäzenatisches Projekt“ zum Verlagsjubiläum im kommenden Jahr (125-jähriges Bestehen).

Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch und Rowohlt bieten seit der Buchmesse 2009 E-Books im Epub-Format an. Gestartet sind die Holtzbrinck-Verlage mit 800 Titeln, bis Jahresende 2009 stieg die Zahl auf 1500 Titel. Fischer bietet aktuell rund 700 Titel in digitaler Form an.

In der Frage, ob die elektronischen Produkte den Print-Markt erweitern oder kannibalisieren, zeigte sich der Fischer-Chef Justus pessimistisch. Digitale Produkte seien kein Zusatzgeschäft, in den USA seien Substitutionsraten von 80 bis 90 Prozent zu beobachten.



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