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Verband
Montag, 11. April 2011 (16:18 Uhr)


Reaktion auf den offenen Brief der Osiander-Chefs

Arbeitsteilung keine „Doppelarbeit“

Während die Mitglieder sich – im entsprechenden Forum von „Mein Börsenverein“ – weiterhin ausschweigen, diskutieren zumindest die Funktionäre über die Zukunft des baden-württembergischen Börsenverein-Landesverbandes. Auf den offenen Brief der Osiander-Chefs, die eine Fusion mit dem Bundesverband befürworten, folgt nun die Antwort der Gegenseite: ein Plädoyer für föderale Strukturen.

„Sie haben letzte Woche ein Rundmail aus Tübingen erhalten, das nicht unwidersprochen bleiben kann, da es die Tatsachen doch recht einseitig darstellt“, leiten der Landesverbands-Vorsitzende Konrad Wittwer und seine Stellvertreterin Patricia Scholten, den offenen Brief ein.

Der Vorstand sei sich sehr wohl bewusst, dass ein Berufsverband kein Selbstzweck sei und Mitglieder Anspruch auf die sachgerechte Verwendung ihrer Beiträge hätten, heißt es weiter. Bereits vor der Einführung der Strukturkommission habe der Landesverband regelmäßig geprüft, wie und wo Einsparungen möglich sind, um trotz zurück gehender Mitgliedsbeiträge einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Dies sei auch in 2010 erneut gelungen.

Es sei nach wie vor nicht geplant, den Mitgliederservice einzuschränken, „ihn gar ‚Kaputt-Sparen’ zu wollen, wie die Herren Riethmüller dies unterstellen“. Stattdessen wolle der Landesverband die „natürliche Fluktuation in der Geschäftsstelle“ nutzen und Aktionen, „deren Leistungen auch von anderer Seite erbracht werden können oder die durch die Mitglieder nicht ganz so stark nachgefragt werden“, auf den Prüfstand stellen, so Wittwer und Scholten.

Die von ihnen befürwortete Option (hier im Detail) schaffe bereits ab 2012 eine spürbare Entlastung der Mitglieder und „verspricht nicht erst in einigen Jahren eine Entlastung, die nicht einmal durch konkrete Fakten untermauert ist“. Durch die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen schaffe es der Vorstand, den Mitgliedern ab 2012 einen um 10% reduzierten Jahresbeitrag vorzuschlagen und dennoch einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen. „Wir haben den Beitragsrückgang sehr genau beobachtet und festgestellt, dass Baden- Württemberg bei weitem nicht so stark betroffen ist, wie der Kollegenverband in NRW.“

Die „Doppelarbeit“, die immer wieder als Argument gegen einen „teuren“ Landesverband angeführt werde, stelle sich bei genauer Betrachtung als – mit dem Bundesverband vereinbarte – Arbeitsteilung dar. Als Beispiel führen Wittwer und Scholten die baden-württembergische Berufsbildungsarbeit an, die nur durch die direkte Nähe und nicht von Frankfurt aus geleistet werden könne.

Den Mitgliedern sei laut Umfrage des Sortimenterausschusses die Betreuung vor Ort und die regionale Nähe zu ihrem Verband wichtig, so auch in Baden-Württemberg. Eine individuelle Unterstützung vor Ort mit kurzen Wegen und einer schnellen Reaktionszeit sei ein guter Weg, dem Strukturwandel entgegen zu treten.

Anschließend appelieren die Unterzeichner an die Mitglieder, ihre eigene Meinung einzubringen, die eingerichteten Foren auf „Mein Börsenverein“ intensiver zu nutzen und zur Hauptversammlung am 28. Mai zu kommen.



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