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Verlage
Donnerstag, 19. April 2012 (10:38 Uhr)


Auch Kanada überprüft mögliche E-Book-Preisabsprachen

Kartellklage zieht weitere Kreise

Nach der Klage der US-Regierung und der EU-Kommission wird jetzt auch in Kanada geprüft, ob Apple und fünf Verlage Preisabsprachen für E-Books getroffen haben. Wie kanadische Medien (hier und hier) berichten, wurde eine entsprechende Sammelklage eingereicht.

Die Vorwürfe stammen offenbar von Privatpersonen und decken sich mit denen der US-Regierung: Die Verlage Hachette Livre, Harper Collins, Simon & Schuster, Penguin und Macmillan, ihre kanadischen Töchter sowie Apple sollen bei geheimen Treffen beschlossen haben, die Preise für E-Books festzulegen und zu erhöhen.

„Der Fall der US-Regierung deckt nicht die Bedürfnisse der kanadischen Verbraucher ab“, begründet ein Anwalt der Kläger, warum die Klage auch in Kanada aufgerollt wird. Auch in Kanada haben die Großverlage zum Agency-Modell gewechselt: Bei dem zuerst von Macmillan und Apple forcierten Modell legt der Verlag den Preis fest, den die Verkaufsplattformen als Agenturen (die ja keine E-Books einkaufen und ans Lager nehmen) beim Endkunden abrechnen. Random House fehlt, weil die Bertelsmann-Buchverlage erst später zum Agency-Modell wechselten.

Die Verlage und Apple wollten die Vorwürfe aus Kanada bisher nicht kommentieren. Ihre Reaktionen auf die Klage des US-Justizministeriums sind hier nachzulesen.

Weitere Artikel zum Thema:

Wie sich die Klage auf die Situation der deutschen Verlage auswirken könnte, lesen Sie im aktuellen buchreport.express 16/2012 (hier zu bestellen). 



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