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Donnerstag, 29. November 2012 (15:31 Uhr)


Die Deutsche Digitale Bibliothek ist gestartet

Die deutsche Antwort auf Google Books

Am Mittwoch ist die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) gestartet: Ab sofort kann man in dem öffentlichen Bestand kostenlos nach Büchern, Bildern, Filmen und Musikstücken suchen. Noch hat das Beta-Angebot viele Lücken – doch die Ziele sind hoch gesteckt.

Zum Start sind 5,6 Mio Datensätze verfügbar – das Gros gemeinfreie Werke. Ein Angebot, das kaum den Anforderungen der modernen Nutzer gerecht werden kann, moniert der „Tagesspiegel“: Zwar ließe sich die Einschränkung mit guten Gründen verteidigen, doch zeuge sie „von der haltlosen Schizophrenie einer Zeit, in der die DDB an ihrer im Grunde alexandrinischen Vision scheitern muss, Google mit gezielt kanalisiertem öffentlichen Wissen gute Geschäfte macht, Musikportale wie Spotify fast jede jemals erschienene CD kostenlos streamen, wenn man Werbespots akzeptiert, und Medienpiraten ohnehin wissen, wo und wie man sich welche Datei besorgt“.

Dabei ist die Deutsche Digitale Bibliothek bewusst als Alternative zu Google Books angelegt. „Suchergebnisse werden nicht durch kommerzielle Interessen beeinflusst“, heißt es in der Pressemitteilung – ein Seitenhieb auf den Internetkonzern. „Das ist eine wirkliche Demokratisierung von Kunst und Kultur“, so Vorstandssprecher Hermann Parzinger. Denn: Die Digitale Bibliothek sei anders als Suchmaschinen nicht auf möglichst hohe Klickzahlen aus. 

Die Bibliothek soll sukzessive erweitert werden: 

  • Besucher der Bibliothek sollen im Laufe des kommenden Jahres virtuell durch Ausstellungen wandern können.
  • Auch Apps für Smartphones und Tablets sind geplant. 
  • Die Inhalte sollen semantisch miteinander verknüpft werden, so dass Verbindungen und Querbezüge deutlich werden sollen, die über einzelne Angebote  – zum Beispiel reine Bibliotheksportalen – nicht zu leisten seien. 
  • Langfristig soll die DDB alle deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen samt ihrer digitalen Angebote miteinander vernetzen und in die europäische digitale Bibliothek „Europeana“ integrieren. 

Seit Sommer 2007 arbeiten Bund, Länder und Kommunen an dem Projekt. Für den Aufbau der Infrastruktur hat der Bund bis Ende des vergangenen Jahres 8,5 Mio Euro zur Verfügung gestellt. Bis heute sind von Bund und Ländern weitere 7,8 Mio Euro eingeflossen. Für den Betrieb sollen pro Jahr 2,6 Mio Euro bereitstehen. 



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