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Donnerstag, 22. November 2012 (09:29 Uhr)


E-Book-Piraterie-Seite buecherkiste.org macht dicht

Zu viel Stress für Piraten

Eines der größten illegalen E-Book-Portale ist geschlossen worden. Bis zu 30.000 Leser sollen täglich buecherkiste.org besucht haben, auf der Suche nach kostenlosen Downloads.

Wie die auf die Themen E-Reader und E-Books spezialisierte Newsseite lesen.net meldet, wurden auf der Seite mehrere Tausend topaktuelle E-Books angeboten, für die aktuellen SPIEGEL-Bestsellerlisten für Belletristik und Sachbücher seien sogar eigene Channels eingerichtet worden. Bei einer Google-Suche (Name des Buchs plus ebook) sei die Seite bei vielen Titeln über den ersten legalen Angeboten aufgelistet worden.

Auf der Startseite begründen die Macher, dass sie ihr Projekt aus Zeitgründen einstellen. Zuletzt sei das ursprünglich aus fünf Personen bestehende Team auf zwei geschrumpft. Außerdem hätten sich zunehmend Autoren und Verlagen beschwert, deren Tonfall „deutlich schärfer“ geworden sei.

„Ein Ärgernis weniger“

„Ein Ärgernis weniger“, kommentiert Manuel Bonik vom Anti-Piraterie-Dienstleister Lisheennageeha Consulting die Nachricht. Der Alexa-Rank, der die Popularität von Webseiten misst, von buecherkiste habe bei ca. 3900 in Deutschland gelegen, weltweit um 52000 – die Seite sei also populärer als buchreport.de (D: 6271/ weltweit: 87.478) oder Libreka (11.517/241.994) gewesen. Doch es gebe weiterhin Dutzende anderer deutschsprachiger Seiten, die nach Alexa viel populärer seien.

Bonik rechnet damit, dass die Konkurrenz schnell Ersatz schaffen werde, ähnlich wie nach dem Abschalten von kino.to, als wenig mehr als eine Woche später der Traffic auf einen Nachfolger umgeleitet worden sei.

„Aber um bei Büchern zu bleiben: Seltsam unbeachtet bleiben ja bislang die illegalen Flatrate Shops, auf die wir in unserer letzten Gutenberg-3.0-Studie hingewiesen hatten. Bei denen sind deutsche Bücher zwar nur ein Segment, aber ein bedeutendes Ärgernis sind die auch. Der Alexa-Rank sagt da wenig, weil einzelne dieser Shops nicht unbedingt populär sind. Aber die Menge macht's: Nach unserer Zählung gibt es aktuell mindestens 400 dieser Flatrate Shops.“

 



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