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War der Wirt ein Mafioso?

Die Verlagsgruppe Droemer-Knaur ist zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Die Begründung des Oberlandesgerichts München: Der ehemalige Gastronom Spartaco Pitanti sei durch Petra Reskis Buch „Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern“ in seinen Persönlichkeitsrechten schwer verletzt worden (Droemer 2008, höchster Rang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Platz 30).

Der Kläger gab vor Gericht zu Protokoll, kein Mitglied der N’drangheta (gilt als mächtigste Mafia-Organisation Europas) zu sein oder gewesen zu sein. Er wisse auch nicht, warum er jahrelang in den BKA-Berichten zur organisierten Kriminalität in Deutschland vorkomme.

Dass der Verlag trotz dieser Berichte der Ermittlungsbehörde verurteilt wurde, sei „ein Skandal“ und verletzte die Pressefreiheit, heißt es vom Droemer-Knaur. Der Verlag will nun Verfassungsbeschwerde einlegen.

Kommentare

2 Kommentare zu "War der Wirt ein Mafioso?"

  1. Tausend Dank für die Korrektur.

  2. Korinthen Kacker | 8. Dezember 2011 um 19:03 | Antworten

    Der Singular heisst immer noch ‚Mafioso‘!

    Naja, inzwischen heisst es ja auch: *das* Visa, harhar. Latein ist was für die Doofen.

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