Heute wird es mal wieder später

In der Medienwirtschaft werden jede Menge Überstunden „geschrubbt“ – oft ohne Ausgleich, ohne Dank und ohne Rücksicht auf das Privatleben der Mitarbeiter (Foto: Shefkate). Diesen Eindruck vermittelt eine aktuelle Umfrage des buchreport-Fachinformationsportals Pubiz.de unter Medienschaffenden (hier geht es zur Analyse).

buchreport hat sich die Gruppe der Buchverlagsmitarbeiter, die mehrheitlich von Publikums- und Fachverlagen kommen, herausgegriffen und genauer angesehen. Aus der (nicht repräsentativen) Umfrage zur Work-Life-Balance ergeben sich folgende Trends zur Überstundenkultur in Buchverlagen:

  • Deren Führungskräfte leisten nach eigenen Angaben erhebliche Zusatzstunden.
  • Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung, Volontäre und Praktikanten berichten ebenfalls von nicht selten regelmäßiger Mehrarbeit.
  • Dabei handelt es sich in aller Regel in den Verlagen nicht um angeordnete Überstunden, sondern um Selbstbestimmung: Man habe aus eigener Initiative mehr Stunden geleistet.
  • Auslöser für Mehrarbeit sind oft aktuelle Projekte, die fertiggestellt werden müssen.
  • Nicht selten wird allerdings auch die Erledigung von Routinearbeiten angegeben, verbunden mit dem Hinweis, dass die Kapazitäten regelmäßig nicht reichen.

Die auf Verlage spezialisierte Personalberaterin Sabine Dörrich sieht Parallelen zur Überstundenkultur in anderen Branchen mit qualifiziertem Personal. Auch die nachwachsende Generation sei für Leistungsspitzen aufgeschlossen, erwarte aber Gegenleistungen. Die sind, das zeigt die Umfrage auch, keine Selbstverständlichkeit.

Die vollständige Analyse zur Überstundenkultur in Buchverlagen lesen Sie im buchreport.express 30/2016, hier zu bestellen.

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