Daria Wilke über »Die Hyazinthenstimme«

In den aktuellen Herbstprogrammen finden sich zahlreiche Romandebüts deutschsprachiger Autoren. buchreport stellt 13 dieser Newcomer in Steckbriefen vor. Heute: Daria Wilke.

Daria Wilke wurde 1976 in Moskau in eine Schauspielerfamilie geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit in einem Puppentheater, in dem ihre Eltern gearbeitet haben. Nach dem Studium der Psychologie, Pädagogik und Geschichte arbeitete sie als Journalistin für verschiedene russische Tageszeitungen. 2000 übersiedelte sie nach Wien, wo sie auch heute lebt und an der Universität Wien arbeitet. Wilke hat bereits mehrfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbücher auf Russisch veröffentlicht. „Die Hyazinthenstimme“ ist ihr erster Roman und zugleich das erste Buch, das sie auf Deutsch geschrieben hat. (Foto: Aleksandra Pawloff)

Mein Roman in zwei Sätzen

Matteo, ein junger Kastratensänger, flieht aus der Barockwelt eines geheimen Knabeninternats in der Steiermark, um seine Schwester zu finden. In Wien, von dem allmächtigen Internatsbesitzer verfolgt, muss er um seine Freiheit und seine Stimme ringen.

Mein Weg zu Residenz

Ist mit der Unterstützung meiner Agentin Astrid Poppenhusen (Literaturagentur Poppenhusen) möglich gewesen. Dank dieser Unterstützung konnte ich mich voll auf das Schreiben konzentrieren.

Das Verdienst meiner Lektorin

Ich konnte sehr viel von Jessica Beer lernen. Das Schreiben ist für mich eine Entdeckungsreise, ein Weg zu neuen Kontinenten. Und auf Deutsch zu schreiben ist überhaupt ein wildes Abenteuer. Jessica war ein großartiger Führer auf dieser Abenteuerreise durch die Feinheiten der deutschen Sprache.

Mein Eindruck von Literaturbetrieb und Buchbranche

Da ich hier ein Neuling bin, sammle ich erst Eindrücke – alles ist einfach neu und spannend.

Meine Lieblingsbuchhandlung

Biblioglobus im Zentrum von Moskau und Thalia in Wien-Mariahilf.

Mein Lieblingsautor

Michail Bulgakow.

So lese ich

Ziemlich durcheinander.

Schreiben ist für mich

Eine Art zu leben.

Wenn ich nicht gerade schreibe

Dann gehe ich ins Theater, ins Museum oder reise.

Warum haben Sie dieses Debüt  ins Programm genommen?

Weil es unmöglich war, der „Hyazinthenstimme“ zu widerstehen: Daria Wilke ist ein so ungewöhnlicher, verführerischer und zugleich souverän erzählter Roman gelungen, wie man ihm nur selten begegnet.

Jessica Beer, Lektorin

Buchhändler politisch– im buchreport.magazin 09/2019

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Daria Wilke über »Die Hyazinthenstimme«"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*