QVC blickt mit Einkaufsstudie ins Jahr 2036

Einkaufen mithilfe von Avataren, Holografien und Robotern? 23% der Deutschen können sich das in Zukunft vorstellen. Doch auch Menschen werden in den Geschäften der Zukunft trotz Digitalisierung ihre Daseinsberechtigung haben. Denn je größer der Anteil der virtuellen Welt ist, desto mehr wünschen sich die Kunden menschliche Nähe. Das geht aus der „Zukunftsstudie Handel 2036: Wie kauft Deutschland übermorgen ein?“ hervor, für die das Handelsunternehmen QVC eine Konsumentenumfrage durchgeführt sowie Experten zu den erwarteten Einkaufsgewohnheiten in der Zukunft befragt hat. Demnach bleibt der Mensch das Gegenüber des Handels, und beim Einkaufen will der Kunde unterhalten werden. Weitere Befunde der Untersuchung:

  • 22% aller Deutschen stellen sich bereits „virtuelle Einkaufswelten, die mittels Brillen betreten werden“, vor.
  • 37% erwarten „den digitalen Assistenten in der Umkleidekabine, der das Hemd in einer anderen Größe besorgt“.
  • 77% stimmen dieser Aussage zu: „Gerade, weil so viel in Zukunft virtuell abläuft, werden Erlebnisse in der realen Welt umso wertvoller.“

„In den Geschäften der Zukunft werden wir spielerischen Elementen begegnen und vermutlich mit digitalen Assistenten einkaufen, die heute bereits beginnen, unseren Alltag zu erobern“, zieht der Trendforscher und Studienleiter Peter Wippermann die Verbindung zur Gegenwart.

 

Produkte aus dem 3D-Drucker

Neben der Art des Einkaufens werden sich nach Meinung der Befragten auch die Produkte ändern, die im Warenkorb landen. Besonders personalisierte Produkte rücken in den Fokus:

  • 81% der Frauen geben an, es sei (sehr) wichtig, dass ein Produkt genau ihren Wünschen und Bedürfnissen (z.B. Farbwunsch, Körpermaße) entspreche; Männer stimmen zu 68% zu.
  • Jeder Dritte kann sich sehr gut vorstellen, dass es 2036 „Produkte gibt, die direkt im Laden speziell für mich produziert werden“.
  • 28% halten es für möglich, Waren selbst mit dem 3D-Drucker zu fertigen.
Zalando kooperiert lokal

Es sorgt für Konflikte oder zumindest für die geballte Faust in der Tasche, wenn stationäre Händler gefragt werden, ob sie Pakete von Online-Shops für Nachbarn annehmen. Online-Händler Zalando versucht die Kooperation mit lokalen Händlern offensiv zu gestalten und zu kultivieren. Wie die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ berichtet, gibt es Pläne, Zalando zu einer Plattform zu entwickeln, die alle Akteure der Modebranche online und stationär verbindet. Aktuell testet der Online-Händler ein Modell mit lokalen Händlern: Wird ein Produkt in der Nähe eines der teilnehmenden stationären Geschäfte bestellt, bekommt er ein Orderangebot von Zalando, das er innerhalb von drei Stunden annehmen kann. Für die Vermittlung des Kunden erwartet der Onliner laut „Textilwirtschaft“ eine Provision von 10%.

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