Ausgezeichnetes für den Büchertisch

Erfolgreiche Filme kurbeln regelmäßig auch die Verkäufe ihrer literarischen Vorlagen an. Nachdem die Ausbeute im vergangenen eher mau ausfiel, lohnt der Blick nach Hollywood wieder. Bei der 87. Oscar-Verleihung am Sonntag wurden acht Filme mit Buchbezug ausgezeichnet:

  • Für „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ hat Eddie Redmayne (Foto: Universal Pictures, Bruder von HarperCollins UK-CEO Charlie Redmayne) die Trophäe als bester Hauptdarsteller mit nach Hause genommen. Der Film über den Wissenschaftler Stephen Hawking basiert auf „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“ von Jane Hawking und liegt in Deutschland bei Piper vor.
  • In „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ spielt Julianne Moore eine Alzheimer-Patientin und überzeugte als beste Hauptdarstellerin. Die Vorlage „Mein Leben ohne Gestern“ von Lisa Genova hat Bastei Lübbe.
  • „Citizenfour“ über den Whistleblower Edward Snowden wurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Den Hintergrund von Glenn Greenwald hat Droemer mit „Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen“.
  • „Baymax – Riesiges Robowabohu“ ist der beste Animationsfilm. Die Grundlagen der Geschichte gehen auf eine Comicreihe aus dem Hause Marvel zurück. Dorling Kindersley hat das gleichnamige Buch zum Film. Bei Panini, dem deutschen Verlag für Marvel-Comics, erschienen verschiedene Nonbooks. Die Comicreihe um Baymax ist nicht erhältlich.
  • „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ lag das beste adaptierte Drehbuch zugrunde. Der Film basiert auf „Alan Turing: The Enigma“ von Andrew Hodges und liegt bei Vintage in einer englischsprachigen Ausgabe vor.
  • „Grand Budapest Hotel“ gehörte mit den vier Oscars für Kostümdesign, Make-up und Frisuren, Filmmusik und Szenenbild zu den Gewinnern des Abends. Matt Zoller Seitz hat ein (englischsprachiges) Begleitbuch bei Abrams Books veröffentlicht. Bei Faber & Faber ist das (ebenfalls englischsprachige) Drehbuch von Autor und Regisseur Wes Anderson erschienen. Anderson ließ sich von den Büchern „Ungeduld des Herzens“, „Die Welt von Gestern“ und „Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau“ von Stefan Zweig inspirieren.
  • „American Sniper“ hat für den besten Tonschnitt gewonnen. Die „Vorlage American Sniper: Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle“ von Scott McEwen hat Riva.
  • In „Interstellar“ gab es die besten visuellen Effekte zu bestaunen. Begleitet wird der Film von den (englischsprachigen) Büchern „Interstellar: Beyond Time and Space“ von Mark Cotta Vaz (Running Press), „The Science of Interstellar“ von Kip Thorne (W. W. Norton & Company) und dem Comic-Prequel „Absolute Zero“ von Christopher Nolan und Sean Gordon Murphy (Wired).

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