E-Books zum Anfassen

Während Online-Händler und Gerätehersteller den E-Book-Markt durch Dumping-Preise und Social-Media-Verknüpfung zu pushen versuchen, suchen stationäre Buchhändler noch nach Möglichkeiten, E-Books in physischer Form in ihr Sortiment einzubinden. Eine mögliche Lösung präsentiert der Online-Verlag Epidu:

So genannte „E-Book-Cards“ sollen die digitale Medienlandschaft mit dem Wunsch vieler Buchhändler verbinden, ihren Kunden E-Books zum „Anfassen“ (beispielsweise als Geschenk) zu verkaufen. Epidu hat bereits erste Kooperationspartner gewonnen:

  • Die Barsortiment Umbreit und die E-Book-Plattform Ceebo von Media Control haben die Karten in ihr Sortiment aufgenommen. 
  • Partnerverlage sind Franzis, Klett-Cotta, Meyer & Meyer und Thienemann. Mit weiteren Verlagen ist Epidu im Gespräch.

Die E-Book-Cards funktionieren ähnlich wie Gutscheine. Der Kunde findet auf der Karte Informationen zum Inhalt und Autor des jeweiligen Buches. Nach dem Kauf kann er den Buch-Code seiner Karte auf www.ebookcards.de eingeben oder mit der integrierten Smartphone-Kamera den QRCode abrufen und anschließend das E-Book im gewünschten Format (Pdf oder Epub) herunterladen. Der Buchhändler kann die Karten über das Barsortiment abrechnen.

Buchhandlungen, Verlage und Leser können sich auf der Frankfurter Buchmesse an den Ständen der Kooperationspartner Epidu (Halle 6.1 D 907), Umbreit (Halle 4.0 F 1314) und Ceebo (Halle 4.0 F 1320) über die E-Book-Cards informieren. Zudem präsentieren die oben genannten Partnerverlage die Karten an ihren Ständen.

Die offizielle Präsentation der E-Book-Cards findet am Donnerstag, den 13.10.2011 von 15-16 Uhr am Hot Spot Digital Relations, Halle 6.1 D 907 statt.

Neben Epidu und Apple (für den hauseigenen iBookstore) bietet seit Januar 2011 auch Media Markt E-Book-Downloadkarten an. Beim Vertrieb der E-Books kooperiert der Elektronikhändler mit libri.de.

Kommentare

1 Kommentar zu "E-Books zum Anfassen"

  1. Endlich mal etwas, was ich mir vorstellen kann in meiner Buchhandlung zu verkaufen. Bisher hätte ich nicht gedacht, das es eine gute Lösung gibt, mit dem ich etwas verdienen kann. Hoffe es gibts demnächst mehr Titel, gerade die Bestseller im Belletristik würden sich gut verkaufen. Meine jüngeren Kunden würde es freuen.

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