Zeit und Hoffnung

Zwei gute Nachrichten für Borders: Die seit Februar 2011 unter Gläubigerschutz stehende US-amerikanische Buchhandelskette hat mehr Zeit, einen Restrukturierungsplan auszuarbeiten und die Private-Equity-Firma „Gores Group“ will offenbar mehr als die Hälfte der verbliebenen Filialen kaufen. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat die Finanzinvestoren-Gruppe Gores rund 200 Mio Dollar (etwa 138 Mio Euro) für mehr als 200 der verbliebenen 405 Borders-Läden geboten.

Offiziell bestätigt wurden die Gerüchte bisher aber weder von Borders noch von Gores: „Es gibt viele Kaufinteressenten“, erklärte Borders-Anwalt Andrew Glenn gegenüber „Publishers Weeekly“. Borders könne innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen einen Plan für den Verkauf ausarbeiten, so Glenn.

Die Buchhandelskette würde dem Portfolio der Gore Gruppe offenbar gut zu Gesicht stehen: Nach Berichten der „LA Times“ wollen die Brüder Alec und Tom Gore ein Unterhaltungs-Imperium aufbauen. Das kalifornische Unternehmen mit Sitz in Los Angeles hält u.a. Anteile an der „Alliance Group“, einem Großhändler für DVDs, CDs und Videospiele, die Brüder zeigten außerdem Interesse an einigen Filmstudios.

Außerdem wurde dem US-Filialisten mehr Zeit eingeräumt, um einen Restrukturierungsplan auszuarbeiten. Wäre ein entsprechender Fristverlängerungsantrag von Borders nicht durchgewunken worden, hätte der Vorstand bis zum 16. Juni einen Plan ausarbeiten müssen. Jetzt wurden Borders 120 zusätzliche Tage zugesichert.

Schlechte Nachrichten dagegen aus Australien: Die seit 2008 zur Redgroup gehörenden Borders-Filialen in Down Under sollen am 17. Juli geschlossen werden, weil kein Käufer für die verbliebenen neun Läden gefunden wurde. Wie es in einer Mitteilung der Redgroup Holding heißt, werden damit weitere 315 Borders-Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Die Redgroup Holding mit seinen Töchtern Angus & Robertson, Borders und Whitcoulls hatte sich kurz nach der Insolvenz der amerikanischen Borders-Kette zahlungsunfähig gemeldet.  Während der neuseeländische Part Whitcoulls mit einem blauen Auge aus der Pleite gekommen ist (alle 74 Filialen bleiben intakt), ist weiterhin offen, wie es mit den 53 australischen Angus & Roberstson-Filialen weitergehen soll. Nach Informationen der „Sydney Morning Herald“ haben sich die Konkursverwalter ein Zeitlimit zwischen vier und sechs Wochen gesetzt, um noch einen Käufer zu finden. Anderenfalls sollen auch diese Läden geschlossen werden.

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