Ein Stern am Literaturhimmel


Bereits am Sonntag ist der niederländische Autor Harry Mulisch im Alter von 83 Jahren gestorben – die „SZ“ zeichnet die Spuren nach, die er hinterlassen hat. Dass die Schwedische Akademie ihn bei der Vergabe des Nobelpreises konsequent überging, müsse man unter ihren notorischen Capricen abbuchen, denn eigentlich hätte alles gepasst. Mulisch sein nicht nur ein Schriftsteller von Weltformat gewesen, sondern auch ein eminent politischer Autor. Er sei wohl der bedeutendste, gewiss der schillerndste unter jenen niederländischen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts gewesen, die im deutschen Sprachraum so spät wie nachhaltig Furore gemacht hätten. Widersprüche und verwirrende Komplexität hätten Mulischs literarisches Oeuvre ebenso charakterisiert wie seine Lebenserinnerungen und seine weltanschaulichen Statements. Seine provozierend komplexe Sicht der Dinge habe Mulisch den Verwicklungen der eigenen Lebensgeschichte abgewonnen.
„SZ“ (S. 13)

VERLAGE


Falk: Verlagserbe Alexander Falk, wegen versuchten Betrugs zu vier Jahren Haft verurteilt, hat verspätet seine Haft angetreten.
„Handelsblatt“ (S. 21)

BÜCHER & AUTOREN


Dogan Akhanli: Die Kölner Kulturszene zeigt Profil und unterstützt den türkischen Schriftsteller, der in seinem Heimatland unter fadenscheinigen Vorwürfen in Untersuchungshaft gesteckt wurde.
„FAZ“ (S. 31)

Lars Brandt: Der Autor, öffentlich bekannter als Sohn von Willy Brandt, eröffnete eine neue Reihe literarischer Lesungen unter dem Titel „Mitglieds Heim“ in Frankfurt, bei denen sich das Publikum in einer Privatwohnung versammelt.
„FAZ“ (S. 32)

Umberto Eco: Der italienische Schriftsteller hat in einer speziellen Signierstunde seinen neuen Roman „Der Friedhof von Prag“ vorgestellt – die Mitglieder des bibliophilen Aldus-Clubs erhielten eine limitierte Sonderauflage.
„SZ“ (S. 14)

Lauren Mechling/Laura Moser: Die beiden US-Autorinnen haben über den Sommer in 33 Kapiteln den Vampirroman „My Darkiying“ für Jugendliche im Netz inszeniert.
„SZ“ (S. 15)

ONLINE


Online-Bezahldienste: Paypal Deutschland Chef Gregor Biel erläutert, wie das Unternehmen das Bezahlen im Internet radikal vereinfachen will.
„FAZ“ (S. 19)

MEDIEN & MÄRKTE


Zeitungsmarkt: Konstantin Neven DuMont hat sich gegenüber der „SZ“ zu seinen Plänen geäußert. „Ihre Kampagne“ habe zu nichts geführt, er bleibe vorerst Vorstand, gibt die Zeitung ihn wieder.
„SZ“ (S. 17)

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