Ehre für den Staatsfeind Nr. 1

Der chinesische Dissident Liu Xiaobo erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis für seinen „langen und gewaltlosen Kampf für die Menschenrechte“ wie das Nobel-Komitee in Oslo erklärte. Der 54-Jährige sitzt derzeit in China eine 11-jährige Haftstrafe ab, weil er seine politische Meinung verbreitet hatte. Er gehört zur Gruppe chinesischer Intelektueller und Bürgerrechtsaktivisten, die die sognannte „Charta 08“ verfasst und verbreitet hat. In dem Manifest fordern sie umfassende politische Reformen in China, um Redefreiheit und freie Wahlen zu erreichen.

Bei der Eröffnung der letztjährigen Buchmesse hatte Buchhändler Hartwig Bögeholz auf Liu Xiaobo sowie die weiteren Regime-Kritiker Yang Tongyan, Huang Jinqiu und Tan Zuoren aufmerksam gemacht. Bei der Eröffnungsrede des chinesischen Vizepräsidenten Xi Jinping hielt hielt er ihre Namen auf weißen Zetteln in die Höhe.

Schon im Vorfeld hatte Komiteechef Thorbjørn Jagland eine ähnlich kontroverse Entscheidung wie im vergangenen Jahr angekündigt, als der US-amerikanische Präsident Barack Obama den Preis erhielt. Das chinesische Außenministerium ließ bereits verlauten, dass die Vergabe die Beziehungen zwischen Norwegen und China schaden werde.

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