Fatal im Regal

Der Göttinger Verleger Gerhard Steidl (Foto: Klaus Steindorf-Sabath) schildert im „FR“-Interview seine Sicht der Zukunft von Buch und Tageszeitung. Von der Qualität des Buches hätten sich Verlage lange verabschiedet, auch die großen mit den schönen Namen, in den Regalen ständen Buchimitate,. Der englischsprachige Buchmarkt sei schon „klinisch tot“. Inzwischen erschienen die meisten Bücher in den Publikumsverlagen gar nicht mehr als Hardcover, sondern sofort als Paperback.

Von der Buchhaptik sei da nichts mehr übrig geblieben, die Verlage hätten sich ihr eigenes Grab gegraben. So schlecht, wie die Paperbacks heute sind, sei es nur vernünftig, sich die Bücher aufs iPad zu laden. Die Entwicklung sei fatal. In den USA gebe es für 200 Millionen Einwohner gerade mal 200 independent bookshops. Der Rest gehöre zu Ketten. Das ruiniere am Ende auch die Verlage. Aber am stärksten werde die Entwicklung der Digitalisierung die Tageszeitungen treffen.

fr-online.de

E-BOOK

Textunes: Die „FAZ“ porträtiert dden Dienstleister, der Lesbares von Groschenheften bis Hochliteratur für mobiles Lesen auf dem Handy aufbereitet.
„FAZ“ (S. 19)

Verlage vs. Apple: Weil der US-Konzern wiederholt Inhalte von Verlagen aus seinem App Store entfernt oder gar nicht erst zugelassen hat, prüfen die Rundfunkreferenten der Bundesländer jetzt, ob Apple ähnlich wie Kabelnetzfirmen oder andere Plattformanbieter verpflichtet werden kann, Inhalte in sein Angebot aufzunehmen.
SPIEGEL (S. 135)

BÜCHER & AUTOREN

Markus Frick: Der umstrittene ehemalige Börsenguru und Buchautor („Ich mache Sie reich“ etc.) wirbt um neue Kunden, wie die „SZ“ berichtet.
„SZ“ (S. 22)

Henning Mankell: Der schwedische Autor schildert seine Sicht der Konfrontation mit der israelischen Armee vor dem Gaza-Streifen.
SPIEGEL (S. 126)

Katja Oskamp: Die „taz“ geht mit der Leipziger Autorin auf eine Wanderung um den Schlachtensee. Oskamp sei zweifelsohne nicht nur eine der unprätentiösesten Autorinnen, die man derzeit treffen könne, sondern besitze auch großes komödiantisches Talent.
taz.de

Marcel Reich-Ranicki: Vier Tage nach seinem 90. Geburtstag erhielt der Autor und Literaturkritiker die Ludwig-Börne-Medaille. Vier Laudatoren ehrten ihn als Freund und Vorbild.
„FAZ“ (S. 27/29), „SZ“ (S. 15), fr-online.de, focus.de, spiegel.de

Ferdinand von Schirach: Der Autor und Jurist äußert sich, aufgehängt am Fall des Kindermörders Magnus Gäfgen, über Menschenrechte und die besondere Verantwortung des Staates.
SPIEGEL (S. 124)

William Carlos Williams: Der amerikanische Landarzt, Lyriker und Romancier war Mittelpunkt des Programmschwerpunktes „Dichter und Ärzte“ des diesjährigen Kunstfestes auf dem Campus der DRK-Kliniken in Berlin.
„FAZ“ (S. 14)

ONLINE

Verlage vs. Facebook: Nach Google nehmen die Printverlage jetzt auch das soziale Netzwerk Facebook ins Visier und wollen an Umsätzen beteiligt werden.
„FTD“ (S. 7)

MEDIEN & MÄRKTE

Einzelhandel I: Heute fällen die Gläubiger die Entscheidung über die Zukunft der Karstadt-Warenhäuser. Vier Interessenten sind im Rennen, einer muss bis Donnerstag einen Kaufvertrag unterschrieben haben. Die Metro AG denkt derweil über eine Auffanglösung nach.
„SZ“ (S. 20), „FTD“ (S. 1/5), „Handelsblatt“ (S. 4), faz.net, tagesspiegel.de

Einzelhandel II: Die Handelsgruppe Schwarz (Lidl, Kaufland) will weiter wachsen und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzanstieg um etwa vier Prozent.
„FAZ“ (S. 15)

Einzelhandel III: „Wal-Mart strebt nach Weltherrschaft“, titelt die „FTD“ zu Plänen des Konzerns, die Kundenzahl in den nächsten 20 Jahren zu verfünffachen.
„FTD“ (S. 7)

Zeitungsmarkt: Das französische Traditionsblatt „Le Monde“ ist so gut wie pleite. Um für einen Investor attraktiv zu sein, müssten die Journalisten, denen das Blatt bislang gehört, auf ihren Einfluss verzichten.
SPIEGEL (S. 136)

SZENE

Comic-Salon Erlangen: Die „SZ“ berichtet, wie die 14. Ausgabe des Comic-Salons das Medium in Zeiten des Internets reflektiert.
„SZ“ (S. 12), tagesspiegel.de

Lesefest: „Zuflucht: Literatur“ war das Motto eines viertägigen internationalen Lesefests im Frankfurter Literaturhaus zum 30-jährigen Bestehen der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika (litprom).
fr-online.de

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