Preisbindung paradox

„Keine Buchpreisbindung um jeden Preis“, gab der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband SBVV schon im Sommer 2008 die Marschrichtung vor. Bei der gestrigen Hauptversammlung haben die Mitglieder des Verbands Taten folgen lassen: Sollte im Entwurf zum geplanten Preisbindungsgesetz die Ausnahmeregelung für den Online-Buchhandel bestehen bleiben, so das Votum der Mitglieder, dann soll der Vorstand auf eine Ablehnung des Gesetzes bei der Schlussabstimmung im Nationalrat Anfang Juni hinwirken. Nach dem jahrelangen Kampf für eine Preisbindung würde der Verband dann Front dagegen machen.

Der Preis einer Ausnahmeregelung für den Onlinehandel und den Versandhandel wäre zu hoch, hieß es bei der Generalversammlung.

Mitte April hatte die Verbandsspitze erklärt, der Zweck des Gesetzes werde durch die Online-Ausnahme ins Gegenteil verkehrt: „Es ist, wie wenn jemand einen Damm baut (gegen die völlige Verkommerzialisierung des Kulturgutes Buch mit allen negativen Folgen für Vielfalt in Angebot, Produktion und Handel) und gleichzeitig einen großen Stollen gräbt.“ 

Die Ausnahme für den Online-Handel, den einzigen Wachstumsmarkt, diskriminiere und schwäche den stationären Schweizer Buchhandel in einer Art und Weise, die für die Mehrheit der Branche existenzbedrohend wäre.

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