Die zehn Größten kontrollieren ein Viertel

Im stationären Buchhandel haben sich die Filialisten in den vergangenen Jahren einen großen Teil des Umsatzkuchens gesichert. Im Onlinehandel ist die Konzentration nach einer Studie ähnlich groß.

Die Untersuchung „Der deutsche E-Commerce-Markt“ des EHI Retail Institute und von Statista zeigt, dass der deutsche E-Commerce auf dem besten Weg ist, sich an die Verhältnisse in den USA anzunähern – dort nutzen schon heute rund 90% aller Shopper nur sieben Websites. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie, bei der die 1000 größten Onlineshops in Deutschland untersucht wurden, im Überblick:

  • Die zehn größten Anbieter erwirtschaften mehr als ein Viertel der Umsätze auf dem E-Commerce-Markt von physischen Gütern (Volumen: rund 17,5 Mrd Euro); die 100 größten Anbieter kontrollieren bereits zwei Drittel. Ein Vergleich zur Buchbranche: Die Top-10 des stationären Buchhandels erwirtschaftet nach der buchreport-Analyse der 50 größten Buchhandlungen mit 2,4 Mrd Euro ebenfalls fast ein Viertel des Gesamtumsatzes der Buchbranche (2009: 9,6 Mrd Euro).
  • Der größte Online-Shop in Deutschland amazon.de habe 2008 über 1,6 Mrd Euro erwirtschaftet – das Ergebnis deckt sich in etwa mit den Schätzungen von buchreport (2008: 1,5 Mrd, 2009: 1,8 Mrd Euro).
  • Der kleinste Shop unter den Top-1000 habe einen Umsatz von unter 1 Mio  Euro eingespielt.
  • Das größte E-Commerce-Unternehmen mit mehreren Online-Shops sei die Otto Gruppe (1,7 Mrd Euro); zum Vergleich: Die Shops Nr. 501 bis 1000 im Umsatz-Ranking machten zusammen weniger Umsatz als die Nummer 1 allein.
  • Zur Zusammensetzung der Top-1000: Online-Pure-Player (ca. 36 Prozent), Unternehmen, die ihre Heimat im Versandhandel haben (33 Prozent), Unternehmen aus dem stationären Handel (21 Prozent), Verlage (3 Prozent) und TV Shopping (1 Prozent).
  • Ausländische Anbieter machten in Summe ca. 5 Prozent des Marktes aus.
  • Shops nach Segmenten: Unterhaltungselektronik und Computer seien das größte Einzelsegment mit einem Umsatz von 3,4 Mrd Euro, gefolgt von Bekleidung, Schuhe, Textilien (3 Mrd) und dem Handel mit physischen Medienprodukten (Buch, CD, DVD, über 1 Mrd Euro).

Die Studie kann hier bestellt werden

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