Mehr Blüten im Umlauf, kleinere Scheine

2009 kamen in Deutschland knapp 30 Prozent mehr Blüten in Umlauf – der dadurch angerichtete Schaden ging jedoch zurück, wie die Bundesbank berichtet. Fälscher setzen weiterhin auf die Scheine, die im Handel, an Tankstellen und in Restaurants am besten gehen: Zwanziger und Fünfziger. 22.930 gefälschte 50-Euro- Scheine und 14.920 20-Euro-Noten musste die Bundesbank im vergangenen Jahr einsammeln. In Deutschland war 2009 fast jede zweite gefälschte Banknote ein „Falscher Fuffziger“, im gesamten Euro- Raum entfiel fast die Hälfte der Blüten auf den 20-Euro-Schein. Rund 52 500 gefälschte Banknoten und damit 28 Prozent mehr als im Vorjahr registrierte die Bundesbank 2009. Allerdings sank die Zahl der 100- und 200-Euro-Scheine und damit die Summe des angerichteten Schadens, von 3,5 auf 3,1 Millionen Euro. In Deutschland werde kaum gefälscht, die Werkstätten liegen jenseits der Grenze. Allerdings versuchen sich auch immer häufiger Schüler an der Herstellung von Blüten.
„SZ“ (S. 21), „Handelsblatt“ (S. 41), tagesspiegel.de

BÜCHER & AUTOREN


Anne Frank/Miep Gies: Die Retterin des weltberühmten Tagebuchs von Anne Frank ist kurz vor ihrem 101. Geburtstag gestorben.
tagesspiegel.de

Claude Lanzmann: Die „FAZ“ wertet einen Artikel des Kunsthistorikers Christian Welzbacher, der in der „Zeit“ erschienen ist, als Rufmord am Autor. Rowohlt, der Verleger Lanzmanns, verbat sich bereits jede Einmischung.
„FAZ“ (S. 27)

Aram Mattioli: Der italienische Autor (im März erscheint „Viva Mussolini!“ bei Schöningh) beschreibt in der „SZ“ kalkulierte Tabubrüche in Italien, einem Land, in der der Faschismus seine Verteidiger längst in der guten Gesellschaft findet.
„SZ“ (S. 12)

Herta Müller: Die Literaturnobelpreisträgerin, dass ähnlich der Aufarbeitung von Stasi-Vergehen auch gegen in Deutschland lebende Ex-Agenten des rumänischen Geheimdienstes Securitate ermittelt wird.
tagesspiegel.de

Ludger Volmer: Der Grünen-Mitgründer und spätere Staatsminister wird von „Bild“ zum „Verlierer des Tages“ ernannt, weil er „ein ,merkwürdiges’ und ,langweiliges’“ Buch („FAZ“) über seine Partei geschrieben hat“.
„Bild“ (Seite 1)

ONLINE


Mehrklassen-Internet: Bisher werden alle Datenpakete beim Transport im Internet gleich behandelt. Netzbetreiber und einige Ökonomen stellen diese strenge Form der Netzneutralität infrage. Doch der Widerstand gegen Änderungen an diesem Grundsatz ist groß.
„FAZ“ (S. 15)

Mediennutzung: Bei den Nutzerzahlen hat das Internet die klassischen Medien zwar abgehängt, eine Studie zeigt aber, dass die zumindest die lokal relevanten Informationen weiterhin aus Zeitungen stammen.
„SZ“ (S. 15), nzz.ch

Digitale Bibliotheken: Während Google jenseits des Atlantik (mit Einschränkungen) fröhlich Bücher scannt, sind europäische Projekte weiterhin im Kinderstadium. So etwa das 2007 gestartete europäische Bibliotheksportal Europeana.
welt.de

MEDIEN & MÄRKTE


Handel: Deutsche Handelsunternehmen sind weiter aufgestiegen. Der Düsseldorfer Metro-Konzern hat im Jahr 2008 den britischen Einzelhändler Tesco knapp überholt und nimmt nun Platz drei in der internationalen Rangliste der größten Einzelhändler ein. Angeführt wird sie von den deutlich umsatzstärkeren Unternehmen Wal-Mart (USA) und Carrefour (Frankreich).
„FAZ“ (S. 13)

Burda-Verlag: Am 9. Februar feiert Verleger Hubert Burda seinen 70. Geburtstag, kann sich aber wegen der Probleme mit Sorgenkind „Focus“ nicht richtig freuen.
„SZ“ (S. 15)

Zahlungsmittel: Weiterhin bereiten Chip-Karten als Zahlungsmittel Kummer. Die „SZ“ gibt eine Übersicht über den Umgang veschiedener Geldinstitute mit dem Problem. Die Aufarbeitung der Ursachen dauert weiter an, wie das „Handelsblatt“ berichtet.
„SZ“ (S. 24), „Handelsblatt“ (S. 41)

Verpackung: Der „Grüne Punkt“ gerät in die Krise. Händler, Getränkeabfülller und Lebensmittelfirrmen, drücken sich aus Kostengründen um realistische Mengenangaben, werfen die dualen Systeme ihnen vor.
„FTD“ (S. 5/25)

Verlagsgruppe News: Das „Handelsblatt“ wirft einen Blick ins Büro von Oliver Voigt, des Chefs der österreichischen Verlagsgruppe News. Der Zeitschriften-Kaiser der Alpenrepublik bleibe sich treu – Medienkrise hin oder her.
„Handelsblatt“ (S. 62)

SZENE


Dänemark: Fußend auf den Ergebnissen einer Umfrage einer Gewerkschaftszeitung unter 654 Künstlern des Landes befürchtet die Politik eine Zunahme der Selbstzensur.
„SZ“ (S. 13)

Sport und Lyrik: Die „Neue Zürcher Zeitung“ macht sich Gedanken, ob die strikte Trennung von Zeitungsthemen in Ressorts noch zeitgemäß sei.
nzz.ch

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