Bertelsmann: Noch keine Trendwende

Die Wirtschaftsressorts greifen die Mitteilung von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski auf, dass der Konzern wieder in die Gewinnzone zurückkehre. Das Sparprogramm, das Ostrowski im Frühjahr angekündigt hatte, wirke ungewöhnlich schnell, heißt es in der „Süddeutschen Zeitung“.
Dass man trotz des Nettogewinns von 87 Millionen Euro im dritten Quartal 2009 nach Ansicht Ostrowskis dennoch nicht von einer Trendwende sprechen könne, erwähnt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Das „Handelsblatt“ legt den Finger auf die Wunde der Verschuldung des Medienkonzerns. Die Nettofinanzschulden sind gegenüber dem Vorjahr um 5,5% auf 3,6 Mrd Euro angestiegen. Eine weitere Herabstufung durch die Ratingagenturen sei zu erwarten.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 14),  „Süddeutsche Zeitung“ (S. 22), „Handelsblatt“ (S.32/33, versteckt am Ende des Aufmacherartikels).
Weitere Meldungen: diepresse.com, welt.de

VERLAGE

Streit bei Suhrkamp: Der Verlag und sein Gesellschafter Joachim Unseld kommunizieren zurzeit nur über Anwälte. Der Sprecher des Frankfurter Landgerichts hat den Eingang einer Klage Unselds bestätigt, nach der Suhrkamp die „Durchführung konkreter Umzugsmaßnahmen“ unterlassen soll, solange die Gesellschafter nicht informiert und gehört worden sind.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 32)

BÜCHER & AUTOREN

Meg Rosoff: Die amerikanische Autorin erhält für ihren Jugendroman „Damals, das Meer“ (Carlsen, 2009) die Auszeichnung „Luchs des Jahres 2009“.
„Die Zeit“ (S. 63)

Shaun Tan: Interview mit dem australischen Illustrator über Science Fiction, Intimität und das Zeichnen.
„Die Zeit“ (S. 72)

Chetan Bhagat: Der derzeit erfolgreichste indische Autor erreicht in seinem Heimatland Millionen von Lesern, ist aufgrund seiner landestypischen Jugendsprache aber kaum übersetzbar.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31)

Per Olov Enquist: Der schwedische Autor und Literaturnobelpreis-Anwärter wird mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (25.000 Euro) ausgezeichnet.
diepresse.com

Janosch: Das Frankfurter Museum für Kommunikation zeigt eine Ausstellung mit insgesamt 111 Grafiken und Aquarellen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 32)

Michael Moore: Der neue Film des Dokumentarfilmers und Autors „Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte“ startet heute in den Kinos.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 12), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 31), „Die Zeit“ (S. 58)

Friedrich Schiller: Enttäuscht über die neu eröffnete Ausstellung im Schiller-Nationalmuseum in Marbach äußert sich
„Die Zeit“ (S. 54)

Marie NDiaye/Prix Goncourt: Der französische Abgeordnete Eric Raoult verlangt, dass Kulturminister Frédéric Mitterrand die diesjährige Goncourt-Preisträgerin Marie NDiaye und die Juroren zu mehr Zurückhaltung auffordert. Die Laureaten des weltweit beachteten Literaturpreises dürften sich nicht kritisch über Frankreich äußern.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 29)

ONLINE

Facebook: Bei dem Online-Kontaktnetzwerk haben Internetaktivisten mehrere hundert Nutzergruppen gekapert, um auf Datenschutz-Lücken aufmerksam zu machen.
fr-online.de

MEDIEN & MÄRKTE

Optimismus beim Axel-Springer-Verlag: Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner glaubt an ein Ende der Medienkrise und kündigt nach einem guten dritten Quartal Zukäufe an. Zudem will der Verlag künftig stärker auf Bezahlinhalte setzen.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 22), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 15), „Handelsblatt“ (S. 32)

Sparen bei M. DuMont Schauberg: Das Verlagshaus verstärkt den Textaustausch von „Berliner Zeitung“ und „FR“.
taz.de

Sparen beim britischen „Observer“: Die Tageszeitung stellt Beilagen ein, in Verlag und Redaktionen sollen insgesamt 100 Stellen wegfallen.
 „Süddeutsche Zeitung“ (S. 17)

Aus für „Focus TV“: Der Sender Pro Sieben streicht das Magazin aus dem Programm.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 35)

Quelle: Die Liquidation des Versandhauses ist unvermeidlich, meint der Insolvenzverwalter. Am Mittwoch haben die Gläubiger das Aus für das Unternehmen formal besiegelt. Die 10 000 Quelle-Gläubiger, die zusammen Forderungen von 1,6 Mrd. Euro angemeldet haben, werden ihr Geld sobald nicht sehen.
„Süddeutsche Zeitung“ (S. 22), „Handelsblatt“ (S. 24), tagesspiegel.de

Apple: Der iPhone-Hersteller zieht mit einem operativen Gewinn von 1,6 Milliarden Doller am Handyhersteller Nokia vorbei.
tagesspiegel.de

Verluste beim Druckkonzern Schlott: Das Unternehmen aus Freudenstadt macht Verluste. Hintergrund sind der anhaltende Preiskampf in der schwach ausgelasteten Druckbranche und der Wegfall des Großkunden Quelle.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (S. 15)

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