Kein knallhartes Kalkül für Felix

Die „FAZ“ widmet dem Coppenrath Verlag und seinem Chef Wolfgang Hölker ein ausführliches Unternehmensporträt. Rund die Hälfte seines Umsatzes von zuletzt 70 Mio Euro mache der Kinderbuchverlag mittlerweile mit Merchandising-Produkten rund um seine Figuren Hase Felix, Prinzessin Lillifee, Capt’n Sharky und Co. Ein knallhartes Kalkül habe hinter dem Erfolg der Produkte gesteckt. „Wir hatten für Felix keinen Businessplan“, zitiert die „FAZ“ den Verleger. „Wir sind da so hineingestolpert.“ Ganz allmählich habe sich das Geschäft entwickelt. Trotz der wachsenden Bedeutung des Merchandising-Geschäfts stehe bei Coppenrath immer noch das Buch im Mittelpunkt. „Auch zieht der Verlagschef Grenzen bei der Vermarktung seiner Figuren“, berichtet die „FAZ“. So sei die Lillifee-Backmischung für Hölker in Ordnung, „weil Kinder gerne mit ihren Eltern backen“. Getränke unter dem Label der Prinzessin kämen dagegen nicht in Frage, denn man dürfe die „Figuren nicht verbrennen“.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 17)

VERLAGE

Galiani: Das neuen Kiepenheuer & Witsch-Imprint feiert in Berlin und stellt sein erstes Programm vor (ein „überzeugendes“, wie die „Süddeutsche“ findet).
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 14)

Suhrkamp: Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth spricht sich öffentlich für den Verbleib der Verlagsarchive in der Stadt ausgesprochen.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 25)

ONLINE

„Pirate Bay“: Der politische Arm der Downloadplattform, die „Piratenpartei“, zieht mit über 7% Stimmenanteil in Schweden ins Europaparlament ein.
heise.de

BÜCHER & AUTOREN

Donald Duck: Der „glücklichste aller Pechvögel“ wird 75 Jahre alt.
fr-online.de

Marcel Reich-Ranicki: Neue Dokumente über seine Vergangenheit zeigen, dass er in den 50er-Jahren „für kurze Zeit ein Profiteur des kommunistischen Systems war und im konservativen Milieu der Londoner Exilpolen den Maulwurf spielte. Gleichzeitig zeigt sich nun aber, dass er in den fünfziger Jahren zwischen kritischer Ablehnung und opportunistischer Annäherung an das Regime schwankte.“
nzz.ch

José Saramago: Der portugiesische Literaturnobelpreisträger ledert gegen Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi, nennt ihn „Virus“ und „Verbrecher“.
derstandard.at

Junot Díaz und Aleksandar Hemon sprechen im Interview über „Amerika auf dem Weg zur postnationalen Literatur“.
nzz.ch

Frank Schirrmacher: Der „FAZ“-Herausgeber und Bestsellerautor erklärt in seiner Dankesrede zur Verleihung des Börne-Preises die Bildung zur gesamtgesellschaftlichen Ausgabe.
faz.net, fr-online.de, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 27)

Eugen Ruge gewinnt überraschend das Wettlesen zum Berliner Alfred-Döblin-Preis.
tagesspiegel.de, derstandard.at

James Joyce: Eine seltene, handschriftlich signierte Kopie seines Jahrhundertwerkes „Ulysses“ ist auf einer Antiquitäten-Buchmesse in London für 275.000 Pfund (knapp 315.000 Euro) versteigert worden.
„Süddeutsche Zeitung“ (Seite 11)

George Orwell: Vor 60 Jahren erschien seine düstere Zukunftsvision „1984“.
welt.de

MEDIEN & MÄRKTE

Karstadt I: Arcandor und Metro verhandeln über Fusion der Kaufhauskette mit Konkurrent Kaufhof.
tagesspiegel.de, tagesspiegel.de (Interview mit Arcandor-Betriebsratschef Hellmut Patzelt), faz.net

Karstadt II: Die Mieten für die Kaufhäuser werden zum Politikum. Die „Süddeutsche“ fragt, ob Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff von den völlig überzogenen Mieten profitiert hat. Laut „Handelsblatt“ ermittelt die Justiz gegen den Manager.
faz.net, sueddeutsche.de, handelsblatt.com

Musikindustrie schaut ihrer eigenen Enteignung zu. Stattdessen sollte sie zusammen mit der Politik über eine Kulturflatrate nachdenken, meint Joachim Keil von der unabhängigen Mannheimer Plattenfirma Daredo Music.
„Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Seite 25)

SZENE

Frankfurter Lyriktage stehen in diesem Jahr im Zeichen der Naturlyrik.
fr-online.de

Kurt Kister spottet in der „Süddeutschen“ über seine bücherschreibenden Kollegen: „Der Journalist will nicht mehr leben, ohne dass er ein Buch schreibt. Ein Buch pro Jahr. Dafür nimmt der Journalist vier Wochen frei, und wenn es kein Schnellschuss werden soll, dann schreibt er acht Wochen lang.“
sueddeutsche.de

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