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Freitag, 02. November 2012 (08:05 Uhr)


Booker-Preisträgerin Margaret Atwood testet Social Reading

Zombies in Serie

Autoren, die in der Print-Ära zu Ruhm gelangten, und Social-Reading-Webseiten, auf denen sich vorwiegend jüngere Leser tummeln – diese Kombination ist aktuell eine Seltenheit im Netz. Eine Ausnahme: Die Booker-Preisträgerin Margaret Atwood veröffentlicht einen Zombie-Fortsetzungsroman auf Wattpad.

Schon im Sommer hat die kanadische Autorin (die hier auf Twitter zu finden ist, hier die Webseite) erste Versuche unternommen, eigene Texte auf der 2006 gestarteten Social-Reading-Plattform zu veröffentlichen: zunächst Gedichte sowie jetzt Prosa in Serie: „The Happy Zombie Sunrise Home“. Gemeinsam mit Naomi Alderman, die als Autorin auch im Bereich von Videospielen Erfahrungen sammelte. Beide Autorinnen, so Atwood seien vom Thema Zombies fasziniert, Alderman habe darüber für Granta geschrieben, und Atwood kürzlich einen Vortrag an der Princeton University gehalten.

Das in Kanada ansässige Portal umfasst nach eigenen Angaben über 500 Autoren und 10 Mio Leser, die über die Webseite sowie iOS- und Android-Apps über die Texte diskutieren können, die hauptsächlich in Serienform veröffentlicht werden. Zum Text-Fundus gehören über 5 Mio Geschichten in 25 Sprachen, von Romance bis Science Fiction.

Atwood erklärte, sie begrüße, dass sie jetzt Feedback außerhalb der klassischen Lyrik-Lesekreise erhalte. Gleichwohl sei das Diskussions-Angebot nichts Neues – „The Pickwick Papers“ von Dickens sei ebenfalls in Serienform veröffentlicht worden, und die Leser hätten auf die einzelnen Kapitel mit Briefen geantwortet – allerdings sei dieser Ansatz im Internet neu erfunden worden.

Mehr zum Thema Social Reading im Dossier von buchreport.de



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