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Mittwoch, 24. Oktober 2012 (05:34 Uhr)


Pottermore-CEO Charlie Redmayne über den Erfolg des Portals

„Pottermore ist ein sehr profitables Geschäft“

Im April 2012 ist das wohl ambitionierteste Projekt des digitalen Publizierens (zumindest im Publikumsbereich) gestartet. Fünf Jahre nach dem Abschluss ihrer „Harry Potter“-Roman-Serie zündete Joanne K. Rowling mit „Pottermore“ die digitale Verwertungsstufe. Im Videointerview mit buchreport.de zieht CEO Charlie Redmayne eine imposante Zwischenbilanz.

Der frühere HarperCollins-Manager skizziert die Ziele von Pottermore: Das als Web-Spiel mit Hintergrundinformationen zum Potter-Kosmos gestartete Portal soll rasch ausgebaut werden. Auf der Agenda stehen Apps, Bildungs-Angebote und sogar ein Unterhaltungs-Kanal für Fluggäste. Außerdem will Redmayne anderen Verlagen und Marken helfen, analog zu Pottermore eine digitale Verwertung aufzubauen.

Nach Angaben von Redmayne ist Pottermore heute bereits ein „sehr profitables Geschäft“. Zu den Einnahmequellen gehörten neben der Kooperation mit Sony insbesondere der Verkauf von E-Books. Innerhalb von vier Wochen nach dem Start des Shops seien E-Books im Wert von 3 Mio Pfund verkauft worden. Redmayne erklärt im Interview, dass die Planzahlen weit übertroffen worden seien. Man habe in den USA mit einem digitalen Absatz von 30% sowie außerhalb der USA in Höhe von 10% der Print-Auflage gerechnet – die tatsächliche Zahl liege weit darüber. Deutschland sei das Land mit dem drittgrößten Absatz von Potter-E-Books (nach den USA und Großbritannien).

Auch mit Blick auf den Verzicht von hartem Kopierschutz zeigt sich Redmayne im nachhinein zufrieden. Nach dem Start der E-Books habe es zwar in den Filesharing-Netzwerken einige Kopien gegeben, doch daraufhin habe es zahlreiche kritische Kommentare in der Blogger-Welt gegeben. Die Zahl der illegalen Kopien sei rapide gesunken. Redmaynes Formel: „Ich würde nicht sagen, dass der Verzicht auf DRM Piraterie senkt, aber: DRM-freie E-Books verstärken nicht die Piraterie.“

 

Die Fragen stellten Christina Reinke und Lisa Neis



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