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Denker im Wettstreit

Wolfram Eilenberger führt mit „Zeit der Zauberer“ die Themenbestsellerliste Philosophie an. Der Publizist will philosophische Gedanken auf die Lebenswelt anwenden.

In einem Beitrag für die „Zeit“ beklagte Wolfram Eilenberger kürzlich den „desolaten Zustand der deutschsprachigen Philosophie“ und erinnerte an das „wilde Jahrzehnt von 1919 bis 1929“ mit den „großen Gestalten“ des Fachs, die „noch wahrhaft Akzente zu setzen wussten“. Über diese Denker, die Philosophen Ludwig Wittgenstein, Ernst Cassirer und Martin Heidegger, hat Eilenberger sein neuestes populäres philosophisches Sachbuch verfasst: „Zeit der Zauberer“ kletterte schnell auf Platz 5 der SPIEGEL-Bestsellerliste Sachbuch und steht in dieser Woche auf Platz 1 der Themenbestsellerliste Philosophie.

Gestartet mit einer Erstauflage von 15.000 Exemplaren, ist mittlerweile die 6. Auflage des Buches in Druck, rund 40.000 Exemplare hat der Verlag Klett-Cotta bereits ausgeliefert. Die Grundlage für den Erfolg legten laut Verlag eine große Print- und Handelswerbeaktion, aber auch die Präsenz von Buch und Autor in den Medien, auf der Leipziger Buchmesse sowie durch Lesungen im Buchhandel. Auch international ist das Interesse an dem philosophischen Bestseller groß, 20 Auslandslizenzen wurden bereits verkauft.

Ralf Tornow (Foto: psychologiebuch.de)

Die Bedingungen für populärphilosophische Sachbücher sind offenbar günstig: Laut Ralf Tornow, bei Klett-Cotta Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing, entwickele sich die Nachfrage nach diesen Titeln erheblich besser als noch vor ein paar Jahren: „Die Bestseller von Safranski, Precht etc. haben die Wahrnehmung auch im Handel verbessert.“ Übrigens hat Klett-Cotta mit dem 90-jährigen Robert Spaemann auch einen der von Eilenberger in seinem „Zeit“-Essay genannten „greisen Granden“ der deutschen Philosophie im Programm.

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