Kurt Wolff Stiftung zeichnet Arco Verlag und Hentrich & Hentrich aus

Der mit 26.000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2020 geht an den  Arco Verlag. Der 2002 in Wuppertal gegründete Verlag, der seit 2009 auch von Wien aus wirkt, bekommt die Auszeichnung, weil er „in einer Zeit, in der West- und Osteuropa politisch in Distanz zu geraten drohen, die große kulturelle Tradition fortführt, in der die deutschsprachige Literatur seit je mit den mittel- und osteuropäischen Literaturen verbunden war“, so das Kuratorium der Kurt Wolff Stiftung. Und weiter: „Mit großem Spürsinn stellt Arco Neuentdeckungen der Gegenwartsliteratur in den Echoraum der klassischen ästhetischen Moderne und hält dabei nicht zuletzt die Erinnerung an die jüdischen Autoren und Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts wach“.

Den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis 2020 erhält der Leipziger Verlag Hentrich & Hentrich, „dessen Essays, historische Studien und biographische Miniaturen eine lebendige, anschauliche Enzyklopädie jüdischer Kultur und Zeitgeschichte darstellen – und ein Kompendium ihrer historischen und aktuellen Gefährdungen durch den Antisemitismus“.

Die Preisverleihung findet während der Leipziger Buchmesse am Freitag,13. März 2020, 13 Uhr, im Forum Die Unabhängigen statt, das von der Kurt Wolff Stiftung in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse organisiert wird. Die Laudatio hält der Autor Jan Drees.

 

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