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Nominierungen für Preis des Schweizer Buchhandels

Der Preis des Schweizer Buchhandels, der dieses Jahr zum vierten Mal vergeben wird, zeichnet einen Verlag und eine Buchhandlung aus, die sich in ihrem Metier besonders hervortun. Das kann unverbesserlicher Kontinuität geschuldet sein, besonders inspirierten Entwicklungen oder einer Haltung, die selbstbewusst das Wort, das Bild und das Buch in all seinen Formen verteidigt, fördert, herstellt und vertreibt.
Nominiert sind dieses Jahr drei Buchhandlungen, die mit lokaler Verankerung, Ideenreichtum und hohem Servicebewusstsein punkten: Buchhandlung Hirslanden, Zürich; Münstergass-Buchhandlung, Bern, und Buchhandlung Nagel, Amriswil.
Mit der edition 8, dem Salis Verlag und dem Verlag Scheidegger & Spiess sind drei Zürcher Verlage nominiert, die sich in ihren jeweiligen Karpfenteichen pudelwohl und vital fühlen und auch über den Teichrand hinausschauen.
Wer den Preis des Schweizer Buchhandels, der herausragende fachliche Leistungen anerkennt und zu noch mehr Engagement im Dienste des Buches anregen will, gewinnt, bestimmen die Leserinnen und Leser der Fachzeitschrift «Schweizer Buchhandel». Die Preise des Schweizer Buchhandels sind mit je 5’000 Franken dotiert, gesponsert vom Schweizer Buchzentrum in Hägendorf.
Zusätzlich zeichnet der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV jedes Jahr einen «Buchmenschen des Jahres» aus, eine Person, die sich in den Bereichen Buchhandel, Verlagswesen oder Literaturvermittlung mit ihrem Einsatz und Wissen verdient gemacht hat.
Die Sieger werden am 22. April im Rahmen der «Nacht des Schweizer Buchhandels» im Hotel Schweizerhof in Luzern bekanntgegeben.

Die nominierten Buchhandlungen 2013

Buchhandlung Hirslanden, Zürich

«Viele unserer Kunden sind Freunde und viele unserer Freunde sind Kunden», behauptet die Buchhandlung Hirslanden auf ihrer Website. Und das darf man so stehen lassen, weil es einfach stimmt.

Die Jury meint: «Die Buchhandlung Hirslanden ist eine klassische Quartierbuchhandlung und für die Versorgung der Bevölkerung so wichtig wie Bäcker, Metzger und Apotheker. Eva und Walti Reimann sind nicht nur Buchhändler mit Leib und Seele mit einer umsichtigen, interessanten Sortimentsgestaltung, sondern sie sind durch ihre zahlreichen Veranstaltungen seit 29 Jahren auch aktive Literaturvermittler; in ihrer Buchhandlung haben unzählige, hochkarätige Autorinnen und Autoren gelesen. Das kulturelle Leben in Zürich wäre ohne die Buchhandlung Hirslanden um ein gewichtiges Stück ärmer.»

Münstergass-Buchhandlung, Bern

«So kann bereits heute mit vorsichtigem Optimismus gesagt werden, dass diese Buchhandlung für Soziologie auch ihre wirtschaftliche Berechtigung hat und eine Marktlücke zu decken vermag.» Das ist ein Zitat aus der Tagwacht von 1972. Der prophetische Satz hat sich bewahrheitet.

Die Jury meint: «Die von Ulrich -Riklin gegründete Münstergass-Buchhandlung behauptet sich seit über 40 Jahren und zwar inspiriert, ideenreich und kontinuierlich. Dabei bearbeitet das Team der Buchhandlung nicht nur die Sach- und Fachbuchnische erfolgreich, sondern zeigt auch belletristische Kompetenz, setzt sich ein für Verlage und beweist eine hohe Beschaffungskompetenz. Und man legt an der Münstergasse Wert auf einen gepflegten Webauftritt, der sich auch vor deutlichen Worten nicht scheut und Haltung beweist.»

Buchhandlung Nagel, Amriswil

Vor 25 Jahren hat Marianne Nagel den Handel mit Büchern aufgenommen – zuerst mit einem Regal in einer Ecke der Papeterie, dann in einem separaten Lokal und seit 2004 konzentriert sie sich ausschliesslich auf den Buchhandel – sieht man von den Teekannen von Jameson & Tailor ab …

Die Jury meint: «Die Buchhandlung Nagel ist eine der letzten Mohikanerinnen in Mostindien. Umso bewundernswerter ist es, wie Marianne Nagel und ihr Team die Buchhandlung führen und ihren Kunden eine Insel der Ruhe bieten. Zahlreiche Veranstaltungen, ein handverlesenes Sortiment, Austausch mit der Kundschaft, profunde Leseerfahrung und eine einnehmende Persönlichkeit machen die Attraktivität der Buchhandlung Nagel aus, die sich auch in einem zunehmend schwieriger zu bewirtschaftendem Einzugsgebiet in Grenznähe mit Inspiriation zu behaupten vermag.»

Adressen:

Buchhandlung Hirslanden

Eva & Walter Reimann

Freiestrasse 221 / Ecke Forchstrasse 8032 Zürich lesen@buchhandlung-hirslanden.ch

Münstergass-Buchhandlung Münstergasse 33

Postfach 584

CH–3000 Bern 8

Veronika Scheuermeier vs@muenstergass.ch

Buchhandlung Nagel

Marianne Nagel

Bahnhofstrasse 5

8580 Amriswil buchhandlung.nagel@bluewin.ch

Die nominierten Verlage 2013

Edition 8, Zürich

Heinz Scheidegger und seine Mitverle-gerInnen bei der edition 8 präsentieren seit 15 Jahren anspruchsvolle literarische Programme und Sachbücher. Und das mit Verstand und Handwerk.

Die Jury meint: «Die edition 8 beweist, dass auch ein kleiner Verlag inhaltlich grossartige Arbeit leisten kann. So hat die edition 8 etwa innerhalb des Südamerika-Schwerpunkts Tomás González aufgebaut, der jetzt auch bei S. Fischer erscheint. Dazu kommen immer wieder eigenwillige Schweizer AutorInnen, Anthologien zu brennenden Themen oder Lyrik. Der Verlag hat einen überraschend grossen Output, leistet eine grosse Arbeit, die oft zu Unrecht unter dem Radarschirm der grossen Öffentlichkeit bleibt. Und mit der Nomination soll auch das grosse Engagement innerhalb der Buchbranche und der Verlagswelt gewürdigt werden.»

Salis Verlag, Zürich

2007 erschien das erste Salis-Programm von André Gstettenhofer. In den letzten sechs Jahren hat sich der Verlag kontinuierlich entwickelt. Mit der Nomination von Thomas Meyers Roman für den Schweizer Buchpreis letztes Jahr verbucht er seinen grössten Erfolg.

Die Jury meint: «Wenn auch zu Beginn die Veranstaltung noch ein bisschen nach Jekami gerochen hat, hat der Salis Verlag nun zu deutlichen Konturen gefunden und kann seine Ansprüche einhalten, auch und insbesondere was die junge Schweizer Literatur im deutschsprachigen Raum oder das engagierte Sachbuch betrifft. Beispielhaft bespielt André Gstettenhofer die neuen Medien, unterstützt auch von Leuten, die diese Klaviatur beherrschen, dabei vergisst er auch nicht die klassischen Mittel Lesungen und Verlagsfeste. Und Salis hat es geschafft, als Schweizer Verlag einen Fuss an die Spree zu setzen und gleichzeitig noch in der Limmat zu baden.»

Scheidegger & Spiess, Zürich

Scheidegger & Spiess ist ein traditionsreicher Verlag mit 50-jähriger Geschichte und vor allem ausgezeichneten Büchern. Dabei trägt er bewährte Werte Schweizer Kultur weit in die Welt.

Die Jury meint: «Was der Verlag Scheidegger & Spiess und das Team um Verlagsleiter Thomas Kramer seit Jahren leistet, steht exemplarisch für ein Wirken auf höchster internationaler Verlagsebene. Er agiert auf Augenhöhe mit renommierten Häusern und setzt – mit seinem Schwesterverlag Park Books – auf den Ausbau seiner Schwerpunkte Kunst, Fotografie, Architektur. Dabei vergisst man bei Scheidegger & Spiess nie, dass Bücher auch schön sein dürfen, unverwechselbar. Der Verlag agiert selbstbewusst international, erweitert die Wahrnehmung der LeserInnen, steht für Haltung, Qualität und Anspruch, was auch immer noch eine lokale Verwurzelung geniessen darf.»

Adressen

edition 8

Heinz Scheidegger Quellenstrasse 25 8005 Zürich info@edition8.ch

Salis Verlag

André Gstettenhofer Motorenstrasse 14 8005 Zürich ag@salisverlag.com

Scheidegger & Spiess

Thomas Kramer Niederdorfstrasse 54

8001 Zürich t.kramer@scheidegger-spiess.ch

Die bisherigen Preisträger

2010

Verlag des Jahres: Kein & Aber, Zürich

Buchhandlung des Jahres: Bücherladen Carol Forster, Appenzell Newcomer des Jahres: Nasobem, Basel

Filiale des Jahres: Orell Füssli am Bellevue, Zürich Buchmensch des Jahres: Daniel Keel, Diogenes Verlag

2011

Verlag des Jahres: Rotpunktverlag, Zürich

Buchhandlung des Jahres: Bider + Tanner, Basel

Newcomer des Jahres: Secession Verlag für Literatur, Zürich

Filiale des Jahres: Schuler Bücher Bahnhof Chur

Buchmensch des Jahres: Luzia Stettler, Schweizer Radio und Fernsehen

2012

Verlag des Jahres: Lenos Verlag, Basel Buchhandlung des Jahres: Sec 52, Zürich Buchmensch des Jahres: Peter Wille, Bibliomedia

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