Deutscher Buchpreis ist kein Oscar

Der Büchner- und Kleist-Preisträger Wilhelm Genazino hat den Auswahlprozess zum Deutschen Buchpreis kritisiert. Es werde eine „künstliche Spannung“ aufgebaut, analog zur amerikanischen Oscar-Verleihung, die allerdings nicht auf das Buchwesen übertragbar sei.

In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte der Autor, das Auswahlverfahren sei „nicht in Ordnung“; es gebe „künstliche Aufbauschungen“, mit denen das Feld nach und nach auf den Gewinner reduziert werde. „Die Jury soll nur sagen, welcher Autor den Buchpreis bekommt und dann Schluss“.

Genazino stand mit seinem aktuellen Roman „Wenn wir Tiere wären“ auf der Longlist für den Buchpreis 2011, ohne den Sprung auf die Shortlist mit den letzten sechs Kandidaten zu schaffen.

Eher kritisch hatten sich auch Leser von buchreport.de in einer Umfrage zur Shortlist gezeigt: Zwei von drei rund 50 Befragten hielten die Auswahl für misslungen. (hier mehr) Stellvertretend der Buchhändler Andreas Wallentin: „Sollte es nicht Aufgabe gerade dieses Preises sein, ein möglichst großes Lesepublikum zu erreichen und somit ein Publikums-Preis zu sein?“ (hier seine Kritik)

Froh über seinen Erfolg dürfte der diesjährige Preisträger Eugen Ruge sein, dessen Debütroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ auf dem Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste steht.

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