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(Vor)lesen ist weiblich

Vorlesen ist wichtig für die Entwicklung der Kinder und gilt als zentrales Mittel der Leseförderung. Aber Vorlesen ist (wie das Bücherlesen) überwiegend Frauensache. Warum, hat jetzt die Studie „Warum Väter nicht vorlesen“ von Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der „Zeit“ mit einer Befragung nicht-vorlesender Väter ergründet.

Zuvor hatten repräsentativ befragte Kinder angegeben, dass in 73% der Fälle die Mutter vorliest, in 11% beide Eltern, bei 8% der Papa und bei 6% die Oma zur Lesebrille greift.

Männer geben an, dass sie nicht vorlesen

  • weil sie für diese Aufgabe die Mütter zuständig sehen,
  • weil sie (dafür) keine Zeit und Lust haben, auch weil Vorlesen als ermüdend empfunden wird.
  • weil sie bei der Freizeitgestaltung mit ihren Kindern andere Prioritäten setzen (z.B. im Garten spielen, Sport treiben, wandern und Ausflüge machen oder aktive Spiele Lego oder Eisenbahn bevorzugen).

Die Initiatoren der Studie wollen jetzt stärker in Bewusstsein rücken,

  • dass Väter eine essenzielle Rolle bei der erfolgreichen Lesesozialisation – gerade bei Jungen spielen und
  • dass  Vorlesen auch eine aktive (und damit für Väter attraktive) Freizeitbeschäftigung mit Kindern sein kann.

Prof. Stefan Aufenanger, Wissenschaftlicher Berater der Stiftung Lesen, schlägt vor, Vorlesen stärker in ihre Freizeitaktivitäten mit den Kindern zu integrieren: „Laut Studie stehen Draußen-Spielen und Herumtoben oben auf der Aktions-Hitliste der Väter. Mit Vorlesen assoziieren Väter dagegen die Einschlaf-Situation. Dabei kann man nicht nur in der Kuschelecke vorlesen, sondern auch auf dem Spielplatz als Einstimmung in eine actionreiche Piraten-Schatzsuche.“

Die Vorstellung der Studie läutet den bundesweiten Vorlesetag am 13. November ein. An dem Aktionstag, der zum sechsten Mal stattfindet, wird öffentlich vorgelesen zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Viele Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport sind dabei, darunter die Bundesminister Ilse Aigner, Thomas de Maiziére und Wolfgang Schäuble. Stiftung-Lesen-Partner Die Bahn fährt u.a. einen mit r Marie Luise Marjan, Ranga Yogeshwar und weiteren Prominenten besetzten Lesezugs durch die Metropole Ruhr, Europas Kulturhauptstadt 2010.


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