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Verlage
Donnerstag, 17. Januar 2013 (10:11 Uhr)


Gericht stoppt Loriot-Biografie des Riva-Verlags

Mit zu heißer Nadel gestrickt?

Die Biografie über Loriot (Foto) von Dieter Lohenbrett (Riva) muss voraussichtlich vom Markt genommen werden. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen Riva und der Tochter des verstorbenen Humoristen. Der Vorwurf: Der Verlag habe gegen das Urheberrecht verstoßen. 

Das Braunschweiger Landgericht hat am Mittwoch (16.1.) der Klage von Loriots Tochter, Susanne von Bülow, teilweise entsprochen. Die Biografie über den Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot dürfe in der derzeitigen Form nicht weiter vertrieben werden. Die Übernahme einiger Zitate verstoße gegen das Urheberrecht. Das Buch muss aber erst vom Markt genommen werden, wenn das Urteil rechtskräftig ist.

Zitate könnten unter der Voraussetzung verwendet werden, eine eigene im Buch vertretene Meinung zu belegen, erklärte Christine Danziger, die Anwältin der Loriot-Tochter, gegenüber „SPIEGEL ONLINE. Dies sei nicht gegeben. Die Biografie sei streckenweise nur aus den typischen Äußerungen des Komikers zusammengebaut und offenbar „mit heißer Nadel gestrickt“. 

Der Riva-Verlag bestreitet den Vorwurf: Die Biografie sei zum Zeitpunkt des Todes von Vicco von Bülow bereits in Vorbereitung gewesen und bestehe nur zu etwa 8% aus Loriot-Zitaten. Man habe der Loriot-Tochter eine Änderungsvorschlag unterbreitet, den diese aber abgelehnt habe. Der Verlag will nun laut „SPIEGEL ONLINE“ „minimale Änderungen“ am Buch vornehmen und es sofort wieder auf den Markt bringen.

Vicco von Bülow war am 22. August 2011 im Alter von 87 Jahren gestorben (hier eine Presseschau zum Tod des Humoristen). Die Biografie war zwei Wochen nach seinem Tod erschienen. 

Foto: © Jürgen Wasssmuth



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