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Dienstag, 21. April 2009 (11:24 Uhr)


Teil 13 der Serie über Web 2.0 in der Buchbranche

Intelligenter lesen

buchreport.de präsentiert in einer Serie die wichtigsten Web 2.0-Seiten und Experten der Branche. Teil 13: Julia (4.v.li.) und Gregor von dem Knesebeck (li.) über bilandia, einen Onlineshop mit ausgefeilten Suchmöglichkeiten.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Portals?
Was ist das Alleinstellungsmerkmal der Bundesrepublik in Europa? Sicherlich nicht die deutschen Tugenden. Genau so wenig will bilandia das virtuelle Land der Dichter und Denker sein. Vielmehr ist das zentrale Element von bilandia intelligenter zu lesen, das bedeutet für mich weniger Bildungs-Elfenbeinturm und mehr Austausch. Das Internet bietet gerade dazu alle Möglichkeit. Auf bilandia dienen dazu zum Beispiel die vielfältigen Suchmöglichkeiten, um Bücher zu entdecken und der rege Austausch von Leseerfahrungen der Benutzer in „Abstracts“.

Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Seite?
Ganz einfach: Intelligenter lesen. bilandia gibt als Land der Bücher im Internet seinen Benutzern alle Möglichkeiten an die Hand, um genau das zu tun. Neue Bücher finden, die einem gefallen, die Lektüre lange in Abstracts nachwirken zu lassen und natürlich auch, Bücher einfach einzukaufen. Das wesentliche Ziele von bilandia ist es deshalb, dass in Zukunft keine Bücher mehr gekauft werden, die hinterher beim Lesen nicht gefallen.

Werden Communitys wie Second-Life über- oder unterschätzt? Warum?
Der Hype um Webseiten wie Second-Life mag einem manchmal übertrieben vorkommen. Vor allem im letzten Jahr hörte man böse Zungen munkeln, dass ohne die vielen registrierten Journalisten in Second-Life nicht viel los gewesen wäre. Was auch immer man von dieser These halten mag, scheint mir, dass die mediale Aufmerksamkeit auf einzelne innovative Projekte die Weiterentwicklungen der New Economy im Ganzen sehr stark fördert und somit zu begrüßen ist. Denn sie führt dazu, dass auch gewagte Projekte Finanzierung finden und somit den Weg bahnen für viele, die folgen und die ohne die berühmten Vorläufer technologisch gesehen keine Chance gehabt hätten.
Nimmt man beispielsweise die Kern-Funktion des dreidimensionalen Erlebens von Second-Life, die den meisten in einem Web-Angebot isoliert angeboten nicht besonders viel Mehrwert liefert, so wird sie auf größerer Ebene den Weg frei machen für dreidimensionales Erleben im Web überhaupt. In der näheren Zukunft wird man vielleicht auch seine Bücher online dreidimensional kaufen.

Welche neuen Schritte planen Sie im Web 2.0?
Mit bilandia versuchen wir einen Schritt jenseits des klassischen Web 2.0-Angebots zu gehen. Versteht man Web 2.0 als „Nutzer generierter Inhalt“, so möchten wir es mit unserer semantischen Buch-Suche schaffen, Inhalte auf intelligente Weise so miteinander zu verknüpfen, dass für den Nutzer ein intelligenteres Finden von Büchern ermöglicht wird und somit ein wirklicher Mehrwert entsteht.

Wie verändert sich Ihr Geschäft durch das Web 2.0?
Die Buchbranche unterliegt einem Wandel, das ist offensichtlich. Die Digitalisierung von Inhalten wird längerfristig einen starken Einfluss haben auf die verschiedenen Teilnehmer in einem traditionsreichen Markt. Sowohl Verlage, als auch Buchhändler sehen sich mit einem in seiner Position gestärkten Konsumenten konfrontiert. Dieses neue Kräfteverhältnis zu begreifen und für sich zu nutzen, ist sicherlich eine große Herausforderung. Wir haben versucht mit bilandia einen ersten Schritt zu machen. Weitere werden folgen.

Was kommt nach dem Web 2.0?
Das „2.0“ in „Web 2.0“, angelehnt an die in der Software-Entwicklung übliche Versionierung von Produkten, legt nahe, dass nach 2.0 eine höhere Zahl folgt. Ob dies aber mit der tatsächlichen Entwicklung des Internets etwas zu tun hat, scheint mir fraglich. Hierfür spricht, dass mehr und mehr Elemente aus dem Web 1.0 wieder an Popularität gewinnen, beispielsweise klare Erlösmodelle wie der Verkauf von Produkten. Demnach könnte ich mir vorstellen, dass sich in der Zukunft Web 1.0 und Web 2.0 sinnvoll miteinander konsolidieren werden.

Die bisherigen Teile der Web 2.0-Serie auf buchreport.de

1. blog.lob.de

2. Kommentar von Ehrhardt F. Heinold

3. Lexikonscouts

4. kuechengoetter.de

5. beck-blog.de

6. now-in.org

7. buecher-wiki.de

8. BookRix

9. hierschreibenwir.de

10. Lovelybooks.de

11. XinXii

12. Molly Chills

 



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