Konfliktfeld E-Leihe

Ein bisheriger Nebenschauplatz der Literaturvermittlung rückt unter digitalen Zeichen ins Zentrum des Ringens um neue Geschäftsmodelle: Die für den Nutzer kostenlose E-Book-Ausleihe kollidiert mit den Verwertungsinteressen der Verlage. buchreport erläutert den Konflikt zwischen Rechteinhabern und Bibliotheken und führt auf, welche Miet- und Leihmodelle im Gespräch sind. Die jüngsten Meldungen zum Thema:


Ein Buch ist ein Buch ist kein Buch

Im September dieses Jahres tritt eine Ergänzung des Buchpreisbindungsgesetzes (BuchPrG) in Kraft, sodass die fixen Preise ausdrücklich auch für E-Books und bei grenzüberschreitenden Verkäufen innerhalb der EU gelten. Das hat der Deutsche Bundestag gestern beschlossen. Der Gesetzesentwurf klammert Selfpublisher und Mietmodelle jedoch aus – und zieht damit Kritik auf sich. mehr...

Geplatzter Ballon

In die Reihe der gescheiterten Anbieter von E-Boook-Abos (Librify, Byliner, Entitle, Oyster) reiht sich jetzt vorsaussichtlich auch Blloon ein. Das Spinoff des inzwischen insolventen Digitalunternehmens txtr hat dem „Bookseller“ erklärt, keine neuen Kunden mehr aufzunehmen. Update: Inzwischen hat sich Blloon auch auf medium.com geäußert, man werde in einen „Ruhe-Modus“ wechseln, um dann zu entscheiden, wie es weitergehe. mehr...


„Auch Spotify wurde nicht innerhalb eines Jahres etabliert“

Librify, Byliner, Entitle, Oyster, Blloon – nach den zahlreichen Krisenmeldungen der vergangenen Monate haben viele die Anbieter von E-Book-Abos schon abgeschrieben. Doch das wäre voreilig: Neue Aktivitäten von Disney und Houghton Mifflin Harcourt sowie aktuelle Einschätzungen von HarperCollins und Nielsen zeigen, dass Abomodelle durchaus viel Potenzial haben – vielleicht mit anderen Vorzeichen und Zielen. mehr...

Bücher mit Digital-Beat

Der schwedische Medienkonzern Bonnier bereitet eine Flatrate für E-Books und Hörbücher vor. Für das Bookbeat genannte Abo-Angebot hat die Gruppe eine Website eingerichtet, auf der Mitarbeiter für den Standort Stockholm gesucht werden. Was plant der Medienkonzern hierzulande? mehr...


Kobo-Mutter steigt bei Ebook-Verleih ein

In  den USA ist einer der größten Branchen-Deals der vergangenen Jahre bekanntgegeben worden: Das japanische E-Commerce-Unternehmen Rakuten übernimmt nach dem kanadischen Ebook-Spezialisten Kobo (2012)  auch Overdrive. Kaufpreis: rund 410 Mio Dollar in Cash. Die Transaktion soll bis April erfolgen. mehr...

„Bibliotheken könnten den Buchmarkt zerstören“

Der E-Book-Verleih in Bibliotheken könnte der Branche „ernsthaft schaden“, warnt Tim Godfray, Chef der britischen Booksellers Association (BA): Wenn es so einfach sei, ein E-Book kostenlos online auszuleihen, warum sollte man dann noch eine Buchhandlung besuchen? mehr...

„Die Erlöse der Autoren haben sich verdoppelt“

In den vergangenen Monaten gab es viel Kritik von Seiten der Selfpublisher an „Kindle Unlimited“: Autoren haben sich darüber beschwert, dass ihr Absatz nach der Einführung der Amazon-Flatrate eingebrochen sei. Auf der Digital Book World in New York hat Kindle-Manager Russ Grandinetti dazu Stellung bezogen. mehr...

Onleihe floriert in den USA

Nicht nur die kommerziellen Anbieter von Ebook-Flatrates verzeichnen Zulauf. In den USA freut sich der Bibliotheksdienstleister Overdrive über die wachsende Nachfrage nach digitalen Ausleihen. Auch hierzulande wächst die Onleihe-Nutzung laut EKZ/Divibib. mehr...

Leitplanken für die Onleihe

In Frankreich steht das Thema Ebook-Verleih in Bibliotheken aktuell weit oben auf der Agenda von Branchenverbänden und Politikern. In einem gemeinsam verfassten Papier zeigen mehrere Bibliotheksverbände, der Verleger- und Buchhändlerverband, Autorenvertreter und die Kulturministerin Voraussetzungen für eine faire Lösung auf. mehr...

„Bibliotheken sind keine Wettbewerber für Verlage“

Die von Matthias Ulmer im buchreport-Interview angeregte Leihgebühr für Bibliotheken stößt dem Bibliotheksverband DBV bitter auf. Der E-Book-Zugang für Bibliotheksnutzer müsse weiterhin kostenfrei bzw. mit der Jahresgebühr abgegolten bleiben, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes. mehr...

„Enteignung ist keine Lösung“

Verlage stehen in schwierigen Verhandlungen über die „Onleihe“ der öffentlichen Bibliotheken. Mit Blick auf die Autorentantiemen rät der Verleger Matthias Ulmer zu Leihgebühren für E-Books. Die Verlage müssetn Druck auf die Divibib ausüben, ihre Verträge zu ändern. mehr...

Verwahrlosung und Verflachung

Dass Leih- und Abomodelle für E-Books das Potenzial haben, den Buchmarkt zu verändern, bezweifelt spätestens seit dem US-Start von „Kindle Unlimited“ niemand mehr. Aber was macht das mit den Lesern und ihrem Leserverhalten? Wie ändert sich das Schreibverhalten der Autoren, wenn sie sicherstellen müssen, dass ihre Leser mindestens 10% des Textes lesen, weil es sonst kein Geld gibt? Ein Lesetipp für zwei aktuelle Beiträge.  mehr...


„E-Book-Geschäftsmodelle gefährdet“

Der Streit um den Verleih von E-Books geht in die nächste Runde: Die Bibliotheken gehen zum Welttag des Urheberrechts (und des Buches) am 23. April in die Offensive, um für ihr „gutes Recht“ auf E-Books zu kämpfen. Der Börsenverein reagiert mit einem Positionspapier – und fordert eine Freistellung vom Kartellrecht.  mehr...

„Der Grundauftrag wird in Frage gestellt“

Anlässlich des aktuellen Berichts zu Lage der Bibliotheken ruft der Deutsche Bibliotheksverband (DBV) erneut nach einer gesetzlichen Regelung für den E-Book-Verleih. Der Bundestag solle rasch eine Änderung des Urheberrechts anstreben, fordern die Bibliotheksvertreter – und stoßen damit bei den Politikern auf offene Ohren. mehr...

11.000 Titel für den E-Book-Verleih

Fast ein Jahr hat Macmillan mit dem Imprint Minotaur Books den Verleih von E-Books in Bibliotheken getestet. Jetzt rollt die Holtzbrinck-Tochter die komplette Backlist aus. mehr...

Flatrate-Modelle auf dem Vormarsch

Seit dem Start von Oyster, eReatah und Scribd stehen Flatrate-Modelle für E-Books in der US-Buchbranche ganz oben auf der Agenda. Während sich Oyster inzwischen allen Nutzern geöffnet hat, gewährt Scribd einen Einblick in seine Statistiken. mehr...

Einigung beim E-Book-Verleih

Im Streit um den E-Book-Verleih jenseits des Atlantiks ist Penguin einen großen Schritt auf die Bibliotheken zugegangen: Die Random-House-Schwester kooperiert wieder mit dem größten US-Bibliotheksdienstleister Overdrive. Doch die Lizenzbedingungen bleiben ein Konfliktthema. mehr...

All you can read

Noch zögern die meisten Verlage, ihre E-Books für Flatrate-Modelle freizugeben, doch mit zwei neuen US-Diensten kommt Bewegung in die Diskussion. Die Konzepte von Oyster und eReatah sind auf den ersten Blick überzeugend, aber bis zum Erfolg gibt es noch große Hürden zu bewältigen. mehr...

„Letzte Schaufenster“ für Bücher

Im Dauer-Konflikt von Verlagen und Bibliotheken um die Onleihe kritisiert Cory Doctorow die Position der Bücher-Produzenten. Statt hoher Auflagen und Aufpreise müssten die Verlage Rabatte beim E-Book-Verkauf gewähren, meint der Science-Fiction-Autor und Journalist. Denn: Die Bibliotheken nähmen immer stärker die Rolle der Buchhandlung ein. mehr...

Sollen E-Books für die Bibliotheksleihe freigegeben werden?

Um den E-Book-Verleih ist zwischen Bibliotheken und Verlagen ein Streit entbrannt, der in dem Ruf der Bibliotheken nach dem Gesetzgeber gipfelte. Wie stehen die politischen Parteien zu dem Thema? buchreport hat zur Bundestagswahl 2013 die Antworten zusammengetragen. mehr...

„E-Book-Verleih ist eine kleine Größe mit gewaltigen Steigerungsraten“

Noch spiele der E-Book-Verleih in den Bibliotheken keine große Rolle, berichtet Barbara Lison, (Foto) aus dem Vorstand des Deutschen Bibliotheksverbands. Doch die Nachfrage wachse gewaltig. Deshalb könne es nicht angehen, dass einige Verlage keine Titel für den digitalen Verleih freigeben. mehr...

„Wir bieten keine E-Book-Flatrate“

Der von den Bibliotheken Dresden und Hamburg für alle Nutzer bundesweit geöffnete E-Book-Verleih hat in der Buchbranche für Aufruhr gesorgt. Jetzt melden sich die Bibliotheken zu Wort: Als eine Art Flatrate sei ihr Angebot keineswegs gedacht. mehr...

E-Book-Flatrate für 10 Euro im Jahr

Zuletzt schienen sich die Wogen im Streit um den E-Book-Verleih in Bibliotheken geglättet zu haben – jetzt könnte ein Angebot der Städtischen Bibliotheken Dresden für Aufruhr sorgen. Dort können Nutzer bundesweit die „Onleihe“ nutzen – womit sich eine Befürchtung der Verlage bestätigt. mehr...


Zugeständnis auf Zeit

Die Wogen um das Streitthema E-Book-Ausleihe in den USA sind vorerst geglättet: Mit Hachette ist jetzt auch der letzte der sechs größten US-Verlage einen Schritt auf die Bibliotheken zugegangen. Der US-Verlag bietet seinen vollständigen E-Book-Katalog zum Verleih an. Doch es ist ein Angebot auf Probe. mehr...

„Der langsame Tod des Autors“

Scott Turow macht sich Sorgen um seine Gilde. Das Urheberrecht werde aktuell besonders durch die Folgen der Digitalisierung „rasant entwertet“. Der Chef des US-Autorenverbands holt in der „New York Times“ zum Rundumschlag aus. mehr...

Berlin soll helfen

Zum Abschluss des Bibliotheks-Kongresses hat Heinz-Jürgen Lorenzen, Präsident von Bibliothek & Information Deutschland, eine Reform des Urheberrechts gefordert. Ziel: Die Bibliotheken sollen einen vereinfachten Zugriff auf E-Books erhalten. buchreport.de erklärt den langwierigen Clinch von Verlagen und Bibliotheken. mehr...

Vorstoß mit Spannung

Der E-Book-Verleih in Bibliotheken hat in den vergangenen Monaten nicht nur in Deutschland, sondern auch in der englischsprachigen Welt für viel  Streitereien gesorgt. Sowohl in Großbritannien als auch in den USA wird heftig über digitale Geschäftsmodelle diskutiert. Neu im Kreis der großen Anbieter ist seit einigen Tagen Macmillan. mehr...

Köder für den Kindle

Kurz vor Weihnachten will Amazon seine E-Book-Bibliothek noch einmal deutlich aufstocken: Der Onliner bietet Autoren, die ihre Titel kostenfrei anbieten, einen höheren finanziellen Ausgleich. Zwei neue Verlage ergänzen den Katalog. mehr...


Verkauf first

Nicht nur in Deutschland suchen Verlage angesichts der E-Book-Aktivitäten von Bibliotheken neue Wege. In den USA kappte Penguin vor über einem  halben Jahr die Geschäftsbeziehung zum Bibliotheksdienstleister OverDrive. Und meldet sich in diesen Tagen mit einem vergleichsweise restriktiven Modell zurück.  mehr...

Onleihe macht Appetit auf mehr

Kannibalisiert die E-Book-Ausleihe das Geschäft der Verlage? Eine Umfrage unter Nutzern von US-Bibliotheken könnte Balsam für die Seele besorgter Verleger sein. mehr...



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