Rückblick und Rekonstrukt

Der US-amerikanische Psychoanalytiker Irvin D. Yalom setzt sich in seinem Roman „Das Spinoza-Problem“ (btb) mit der Verehrung des jüdischen Philosophen durch den Antisemiten und Ideologen des nationalsozialistischen Regimes Alfred Rosenberg auseinander. Die Studie ist diese Woche der höchste Neueinsteiger; auf Platz 27.
Hera Lind serviert aufs Neue das altbekannte Thema vom Traummann: „Männer sind wie Schuhe“ (Heyne), soll heißen: Die „bequemen“ halten ein Leben lang, die „tollen“ meist nur kurz; reüssiert auf Platz 42.

Anklopfer der Woche

Daniel Woodrell schildert in „Der Tod von Sweet Mister“ (Liebeskind) das Schicksal eines Jungen, der zu früh die Nachtseiten des Lebens kennenlernt und hierüber seine Unschuld verliert. Anklopfer auf Platz 99.
Randi Crott kann mit der Rekonstruktion der Liebesgeschichte ihrer Eltern – sie Norwegerin, er ein deutscher Wehrmachtssoldat mit jüdischen Wurzeln – noch einmal auf der Sachbuch-Bestsellerliste punkten. „Erzähl es niemandem!“  (DuMont) schafft den Wiedereinstieg auf Platz 26.
Seine bislang beste Platzierung erreicht der Riva-Titel „Böser Engel“ (Platz 35), in dem George Wethern – Vizepräsident des ersten Hells-Angels-Charters in Oakland – von seinem Leben als Outlaw-Biker erzählt.
Anlässlich des 80. Geburtstages des früheren DDR-Devisenbeschaffers titeln Frank Schumann und Heinz Wuschech: „Schalck-Golodkowski. Der Mann, der die DDR retten wollte“ (Das Neue Berlin). Neu auf Platz 48.

Anklopfer der Woche

Die chinesische Hungerkatastrophe von 1958 bis 1962 rekapituliert Yang Jisheng in „Grabstein – Mùbei“ (S. Fischer); noch auf Platz 57.

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