Ausgezeichnete Attentäterin

Die Verfilmung eines Romans von Yasmina Khadra räumt in diesem Jahr den Preis der Frankfurter Buchmesse für die beste internationale Literaturverfilmung ab. Auf dem Treppchen steht der libanesische Filmemacher Ziad Doueiri mit seinem Film „The Attack“.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll am Freitag, dem 11. Oktober 2013, im Rahmen der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises vergeben werden. Verfilmt hat Doueiri den bei DTV erschienenen Roman „Die Attentäterin“, das Drehbuch hat Doueiris Frau Joëlle Touma geschrieben.
Zum Inhalt des Films/Romans: Bei einem Selbstmordattentat in Tel Aviv sterben 17 Menschen. Unter ihnen ist auch die Arztgattin Sihem Jaafari. Ihr Mann Amin (Ali Suliman) steht noch unter Schock, als die Polizei ihn mit unfassbaren Anschuldigungen konfrontiert: Sihem (Reymonde Amsellem) war angeblich kein Opfer, sondern Täterin – sie hat die Bombe selbst gezündet. Wütend weist Amin die absurden Vorwürfe zurück. Da erhält er posthum einen Brief von seiner Frau, in dem sie alles bestätigt. Amin ist erschüttert: Wie konnte er so lange glücklich mit einem Menschen zusammenleben, den er so wenig kannte? Verzweifelt stellt sich Amin der grausamen Wahrheit und fährt ins palästinensische Grenzgebiet: Er muss die fanatischen Drahtzieher finden, die seine Frau rekrutiert haben. Auf seiner Suche nach Antworten bringt sich Amin in lebensgefährliche Situationen – und stößt auf Fragen, die er nie zu stellen gewagt hatte.
Begründung für die Preisvergabe durch Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse: Doueiri verzichte auf Polemik und Klischees und zeige stattdessen nuanciert die Widersprüchlichkeit des israelisch-palästinensischen Alltags auf. 
Einen Namen in Hollywood machte sich der 1963 in Beirut geborene Regisseur als Kameraassistent von Quentin Tarantino, er arbeitete u.a. bei „Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „Four Rooms“, „From Dusk Till Dawn“ und „Jackie Brown“ mit. „The Attack“ (2012) ist der vierte Film von Doueiri. 
Doueiri wird am Freitag, dem 11. Oktober 2013 um 9.30 Uhr bei der Konferenz StoryDrive  auftreten und über seine Erfahrungen als Grenzgänger zwischen Hollywood und dem unabhängigen Kino, zwischen Politthriller und Popkultur berichten. 

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