Frankfurter Arbeitsmesse

Wie wird sich die Frankfurter Buchmesse 2009, die in 33 Tagen ihre Pforten öffnet, von den Branchentreffen der vergangenen Jahre unterscheiden? Eines zeichnet sich zumindest ab: Die weltweite Wirtschaftskrise, deren Ende zwar jetzt zunehmend beschworen wird, hat viele Verlage bei ihrer Messeplanung zur Sparsamkeit angehalten, ohne allerdings die Kernfunktion des weltgrößten Branchentreffs in Frage zu stellen. Der Akzent liegt stärker auf der Arbeitsmesse, was an erster Stelle Hotels und Caterer spüren dürften:

  • Gespart wird an der Kopfzahl der Standbesetzungen bis zur Halbierung des Teams, wie beispielsweise der US-Riese Simon & Schuster ankündigt.
  • Die Reihen der von den Verlagen für Veranstaltungen und Interviews aufgebotenen Autoren werden gelichtet.
  • Auch repräsentative Abend­veran­stal­tungen fallen dem Rotstift zum Opfer.

Für Ausgleich sorgt der Opulenz versprechende diesjährige Ehrengast China, der einen Wachstumsmarkt repräsentiert, mit einem spektakulären Auftritt aufwarten will, politischmedial für reichlich Diskussionsstoff sorgt und nicht zuletzt die Zahl seiner in Frankfurt vertretenen Verlage von 184 auf 272 hochschraubt.

Wenn am morgigen Donnerstag die Frankfurter Buchmesse die Medien­öffentlichkeit auf den Branchen­event einstimmt, kann Messechef Juergen Boos auch auf zahlreiche Innovationen verweisen, aber wird bei den Ausstellerzahlen und auch hinsichtlich des kaum zu erreichenden Besucherrekords des Vorjahres Bescheidenheit walten lassen.

Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 37/2009, der morgen erscheint

Fotos: Frankfurter Buchmesse

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