2016 ist ein ausgezeichneter Jahrgang

Die Anwärter für den 12. Deutschen Buchpreis, der am 17. Oktober in Frankfurt verliehen wird, stehen fest. Die Jurymitglieder (Foto: Claus Setzer; v.l..: Sabine Vogel, Christoph Schröder, Lena Bopp, Susanne Jäggi, Thomas Andre, Berthold Franke, Najem Wali) haben aus 178 Titeln, die zwischen Oktober 2015 und dem 20. September 2016 erschienen sind oder noch erscheinen, 20 für die diesjährige Longlist ausgewählt.

Die nominierten Romane:

  • Akos Doma: Der Weg der Wünsche (Rowohlt Berlin, August 2016)
  • Gerhard Falkner: Apollokalypse (Berlin Verlag, September 2016)
  • Ernst-Wilhelm Händler: München (S. Fischer, August 2016)
  • Reinhard Kaiser-Mühlecker: Fremde Seele, dunkler Wald (S. Fischer, August 2016)
  • Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016)
  • André Kubiczek: Skizze eines Sommers (Rowohlt Berlin, Mai 2016)
  • Michael Kumpfmüller: Die Erziehung des Mannes (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2016)
  • Katja Lange-Müller: Drehtür (Kiepenheuer & Witsch, August 2016)
  • Dagmar Leupold: Die Witwen (Jung und Jung, September 2016)
  • Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder (Suhrkamp, September 2016) 
  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken (Rowohlt Berlin, August 2016)
  • Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Kiepenheuer & Witsch, November 2015)
  • Hans Platzgumer: Am Rand (Paul Zsolnay, Februar 2016) Eva Schmidt: Ein langes Jahr (Jung und Jung, Februar 2016)
  • Eva Schmidt: Ein langes Jahr (Jung und Jung, Februar 2016)
  • Arnold Stadler: Rauschzeit (S. Fischer, August 2016)
  • Peter Stamm: Weit über das Land (S. Fischer, Februar 2016)
  • Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch (Lenos, März 2016)
  • Thomas von Steinaecker: Die Verteidigung des Paradieses (S. Fischer, März 2016)
  • Anna Weidenholzer: Weshalb die Herren Seesterne tragen (Matthes & Seitz Berlin, August 2016)
  • Philipp Winkler: Hool (Aufbau, September 2016)

Aus diesen 20 Titeln wiederum wählt die Jury, deren Sprecher der freie Kritiker Christoph Schröder ist, sechs für die Shortlist aus, die am 20. September veröffentlicht wird.

Der Jury gehören neben Schröder an:

  • Thomas Andre („Hamburger Abendblatt“)
  • Lena Bopp („Frankfurter Allgemeine Zeitung“)
  • Berthold Franke (Goethe-Institut Prag)
  • Susanne Jäggi (Librium Bücher, Baden)
  • Sabine Vogel („Berliner Zeitung“)
  • Najem Wali (Autor und Kritiker)

Schröder zur Zusammenstellung der Longlist: „Der Jahrgang 2016 ist ein ausgezeichneter Jahrgang. Die diesjährige Longlist zeigt die große Bandbreite von Schreibweisen und Themen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auf: vom Entwurf gewagter literarischer Dystopien über die Darstellung der Sehnsucht nach Aufbrüchen in neue Lebenswelten, die Auflehnung gegen die alltägliche Zwangsläufigkeit bis hin zu biografischen Selbstvergewisserungen, die Erlebtes in Romanform neu erfinden. Die sprachliche Vielfalt, mit der die Autorinnen und Autoren sich ihren Stoffen nähern, ist groß. Vor der klassischen Erzählung herrscht hier ebenso wenig Scheu wie vor der überbordenden, von Humor befeuerten experimentellen Sprachlust. In ihrer jeweiligen Darstellungsform reflektieren und verarbeiten die nominierten Romane immer auch gesellschaftliche Zustände. Wir hatten Spaß dabei, uns durch die Einreichungen zu arbeiten.“

Die bisherigen Gewinner des Deutschen Buchpreises im Überblick

2005

Sieger: „Es geht uns gut“ von Arno Geiger (Hanser)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 3 am 21.11.2005 (Hardcover/Belletristik)

außerdem auf der Shortlist:

  • „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann (Rowohlt)
  • „42“ von Thomas Lehr (Aufbau)
  • „Dunkle Gesellschaft“ von Gert Loschütz (Frankf. Verlagsanstalt)
  • „So sind wir“ von Gila Lustiger (Berlin Verlag)
  • „Und ich schüttelte einen Liebling“ von Friederike Mayröcker (Suhrkamp)

2006

Sieger: „Die Habenichtse“ von Katharina Hacker (Suhrkamp)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 1 am 23.10.2006 (Hardcover/Belletristik)

außerdem auf der Shortlist:

  • „Woraus wir gemacht sind“ von Thomas Hettche (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Neue Leben“ von Ingo Schulze (Berlin Verlag)
  • „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Saša Staniši? (Luchterhand)
  • „Der Weltensammler“ von Ilija Trojanow (Hanser)
  • „Angstblüte“ von Martin Walser (Rowohlt)

2007

Sieger: „Die Mittagsfrau“ von Julia Franck (S. Fischer)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 1 am 29.10.2007 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Das bin doch ich“ von Thomas Glavinic (Hanser)
  • „Abendland“ von Michael Köhlmeier (Hanser)
  • „Böse Schafe“ von Katja Lange-Müller (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Der Mond und das Mädchen“ von Martin Mosebach (Hanser)
  • „Wallner beginnt zu fliegen“ von Thomas von Steinaecker (Frankfurter Verlagsanstalt)

2008

Sieger: „Der Turm“ von Uwe Tellkamp (Suhrkamp)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 1 am 27.10.2008 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Die Abschaffung der Arten“ von Dietmar Dath (Suhrkamp)
  • „Das dunkle Schiff“ von Sherko Fatah (Jung und Jung)
  • „Treffen sich zwei“ von Iris Hanika (Droschl)
  • „Nach Hause schwimmen“ von Rolf Lappert (Hanser)
  • „Adam und Evelyn“ von Ingo Schulze (Berlin Verlag)

2009

Sieger: „Du stirbst nicht“ von Kathrin Schmidt (Kiepenheuer & Witsch)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 4 am 2.11.2009 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Lichtjahre entfernt“ von Rainer Merkel (S. Fischer)
  • „Atemschaukel“ von Herta Müller (Hanser)
  • „Überm Rauschen“ von Norbert Scheuer (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Die Frequenzen“ von Clemens J. Setz (Residenz)
  • „Grenzgang“ von Stephan Thome (Suhrkamp)

2010

Sieger: „Tauben fliegen auf“ von Melinda Nadj Abonji (Jung und Jung)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 9 am 1.11.2010 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ von Jan Faktor (Kiepenheuer & Witsch)
  • „September. Fata Morgana“ von Thomas Lehr (Hanser)
  • „Andernorts“ von Doron Rabinovici (Suhrkamp)
  • „Rabenliebe“ von Peter Wawerzinek (Galiani Berlin)
  • „Dinge, die wir heute sagten“ von Judith Zander (DTV)

2011

Sieger: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge (Rowohlt)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 1 am 24.10.2011 (Hardcover/Belletristik)

außerdem auf der Shortlist:

  • „Gegen die Welt“ von Jan Brandt (Dumont)
  • „Wunsiedel“ von Michael Buselmeier (Das Wunderhorn)
  • „Das Mädchen“ von Angelika Klüssendorf (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Blumenberg“ von Sibylle Lewitscharoff (Suhrkamp)
  • „Die Schmerzmacherin“ von Marlene Streeruwitz (S. Fischer)

2012

Sieger: „Landgericht“ von Ursula Krechel (Jung und Jung)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 5 am 29.10.2012 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Robinsons blaues Haus“ von Ernst Augustin (C.H.Beck)
  • „Sand“ von Wolfgang Herrndorf (Rowohlt.Berlin)
  • „Indigo“ von Clemens J. Setz (Suhrkamp)
  • „Fliehkräfte“ von Stephan Thome (Suhrkamp)
  • „Nichts Weißes“ von Ulf Erdmann Ziegler (Suhrkamp)

2013

Sieger: „Das Ungeheuer“ von Terézia Mora (Luchterhand/Random House)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 4 am 21.10.2013 (Hardcover/Belletristik) 

außerdem auf der Shortlist:

  • „Nie mehr Nacht“ von Mirko Bonné (Schöffling & Co.)
  • „Nichts von euch auf Erden“ von Reinhard Jirgl (Hanser)
  • „Im Stein“ von Clemens Meyer (S. Fischer)
  • „Die Sonnenposition“ von Marion Poschmann (Suhrkamp)
  • „Die Ordnung der Sterne über Como“ von Monika Zeiner (Blumenbar)

2014

Sieger: „Kruso“ von Lutz Seiler (Suhrkamp)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 1 am 20.10.2014 (Hardcover/Belletristik)

  • „Pfaueninsel“ von Thomas Hettche (Kiepenheuer & Witsch)
  • „April“ von Angelika Klüssendorf (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Panischer Frühling“ von Gertrud Leutenegger (Suhrkamp)
  • „3000 Euro“ von Thomas Melle (Rowohlt.Berlin)
  • „Der Allesforscher“ von Heinrich Steinfest (Piper)

2015

Sieger: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ von Frank Witzel (Matthes & Seitz)

Beste Platzierung auf der SPIEGEL-Bestsellerliste: Rang 8 am 24.10.2015 (Hardcover/Belletristik)

  • „Gehen, ging, gegangen“ von Jenny Erpenbeck (Knaus)
  • „Über den Winter“ von Rolf Lappert (Hanser)
  • „Wie Ihr wollt“ von Inger-Maria Mahlke (Berlin)
  • „Das bessere Leben“ von Ulrich Peltzer (S. Fischer)
  • „Eins im Andern“ von Monique Schwitter (Droschl)

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