Postskriptum: The smells they are a-changin‘

Der Pop-Poet Bob Dylan hat Ärger mit seinen Nachbarn: Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, nehmen andere Bewohner der Luxus-Enklave Malibu, in der Dylan seit 20 Jahren lebt, Anstoß an üblen Gerüchen, die angeblich von mobilen Toilettenhäuschen auf dem Grundstück des Songwriters ausgehen. Wie die Zeitung weiter berichtet, habe Dylan sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Vermutlich wird der Vorgang bei ihm sentimentale Erinnerungen an seine Jugend heraufbeschwören: An seinen Hit „Blowin’ in the Wind“ von 1963 natürlich. Aber vielleicht auch daran, dass er damals noch keine mobilen Toiletten brauchte, um in reichen Wohnvierteln für Naserümpfen zu sorgen.

Experte: Erklärend

In einer Werbebroschüre, die dieser Tage in die buchreport-Redaktion flatterte, gibt der „deutsche Hardselling-Experte“ Martin Limbeck Einblick in die Geheimnisse des erfolgreichen Verkaufens. Zum Beispiel: „Zu viel Intelligenz schadet dem Verkäufer. (…) Der Vertrieb benötigt Macher: Menschen, die zum Telefon greifen, gnadenlos potenzielle Kunden anrufen und verkaufen.“ Wenn das so ist, sollten ehrgeizige Verkäufer wohl nicht nur im übertragenen Sinne immer wieder versuchen, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

Gelehrter: Gebührenpflichtig

Eine Menge Spott hat die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) auf sich gezogen: Sie forderte mit Schreiben an das Adam-Ries-Museum im sächsischen Annaberg-Buchholz den berühmten Mathematiker persönlich (1492–1559, in Westdeutschland besser bekannt unter dem Namen Adam Riese) zur Zahlung von Radio- und Fernsehgebühren auf. Da hat wohl ein Sachbearbeiter die neue gesetzliche Regelung allzu frei ausgelegt, nach der die Gebührenpflicht auch für Rechner gilt.    

Billigflieger: Beeindruckend

Die „Zeit“ interviewte in der vergangenen Woche Georg Jablonowski, seines Zeichens Dachdeckermeister, passionierter Flugzeug-Kotztüten-Sammler und Betreiber der Website kotztueten-museum.de. Ein aktueller Trend bei der Gestaltung der papiernen Flugbegleiter seien freche Sprüche, berichtet Jablonowski, und nennt als besonders beeindruckendes Beispiel ein Exemplar der Billigfluglinie Hapag-Lloyd Express, auf der steht: „Vielen Dank für Ihre Kritik.“ Da wüsste man doch zu gern, ob schon mal ein hartgesottener Fluggast nach Benutzung unter den Tütenspruch mit Edding „Gern geschehen“ geschrieben hat.

Enthaltsamkeit: Erstrebenswert

Zum Schluss eine hübsche Analyse der „Bis(s)“-Romane von Stephenie Meyer, die Harald Martenstein für „Zeit Literatur“ vorgenommen hat: „In diesen vier Romanen geht es über Tausende von Seiten nur darum, Sexualität zu vermeiden. (…) Die Personen sind dabei an keiner anderen Sache so interessiert wie an Sex. Politik, Kultur, Wirtschaftskrise, das ist ihnen alles egal. Den ganzen Roman hindurch denken sie an nichts anderes als an das eine, es ist wie in ,Josefine Mutzenbacher‘ oder in ,Fanny Hill‘, nur, es passiert nichts.“

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