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Ermittlung der Bestseller

Wie die Bestsellerlisten erhoben werden

Die Bestsellerlisten werden durch elektronische Abfrage in den Warenwirtschaftssystemen buchhändlerischer Verkaufsstellen ermittelt. Im Rahmen der Kooperation SPIEGEL-Bestseller Analytics by media control wurde die Erhebungsbasis im Frühjahr 2015 verbreitert, sodass Verkaufsdaten aus über 3700 stationären Verkaufsstellen ausgewertet werden. Dies umfasst Sortimentsbuchhandel (Standort- und Filialhändler), Online-Shops, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhäuser sowie Nebenmärkte (u.a. Elektrofachhandel und Drogerieketten mit Medienangebot).

Alle Daten werden nach Wochenschlusss vollautomatisch in die Datenbank von media control eingelesen. Die elektronische Abfrage bietet ein sehr genaues Bild des effektiven Marktgeschehens und spiegelt die Abverkäufe mit einem Zeitabstand von nur wenigen Verkaufstagen wider.

Um aussagefähige und Orientierung stiftende Bestsellerlisten zu erhalten, werden die Titel nach inhaltlichen Kriterien wie Belletristik- und Sachtitel sowie Buchtypen wie Hardcover, Taschenbuch und Paperback sortiert. Aus der Anzahl der verkauften Exemplare je Titel ergibt sich die Reihenfolge in den Rankings.

Welche Bücher für die Bestsellerlisten berücksichtigt werden

Für die Belletristik- und Sachbuch-Bestsellerlisten gelten seit 1. Oktober 2012 neu überarbeitete Kriterien. Sie regeln, welche Bücher berücksichtigt werden und auf welcher Liste. 

Für die SPIEGEL-Bestsellerliste (Hardcover) und die KulturSPIEGEL-Paperbackliste gelten folgende inhaltliche und editorische Anforderungen:  

  • Es muss sich um eine Original- oder Deutsche Erstausgabe in gedruckter Form handeln.
  • Es muss sich um individuell-eigenschöpferische Leistungen handeln.
  • Nicht berücksichtigt werden damit explizit Nachschlagewerke, Kompilationen, Zusammenstellungen bereits veröffentlichter Texte, Schulbücher, Ratgeber (z.B. Kochbücher, Medizinratgeber, Fitnessanleitungen), Reiseführer sowie Geschenkbücher und Bildbände.
  • Weitere inhaltliche Kriterien:
  • Kinder- und Jugendbücher werden in der Regel nicht berücksichtigt; Bücher, die über die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen hinaus in großem Umfang auch Erwachsene erreichen (All-Age-Titel), können aber durch redaktionelle Einzelfallentscheidung einbezogen werden.
  • Humoristische Bearbeitungen von Sachthemen werden (wie bisher) auf den Sachbuch-Bestsellerlisten veröffentlicht, sofern Informations- und Wissensvermittlung klar ersichtlich im Vordergrund steht. Andere Humortitel werden als Belletristik eingruppiert.
  • Bei Parallelausgaben desselben Titels (z.B. Jugend- und Erwachsenenausgabe) werden unter der Voraussetzung, dass es sich jeweils um Hardcover bzw. Paperback mit identischem Verkaufspreis handelt, die Verkäufe dieser Parallelausgaben zusammengerechnet; in der Liste ausgewiesen wird die häufiger verkaufte Ausgabe.
  • Fremdsprachige Ausgaben werden berücksichtigt. Können sich sowohl die deutschsprachige als auch die fremdsprachige Ausgabe platzieren, wird die häufiger verkaufte Ausgabe berücksichtigt. 

Welche weitergefassten Regeln für Taschenbücher gelten

Für die SPIEGEL ONLINE-Taschenbuch-Bestsellerliste gibt es folgende abweichende Regeln:

  • Im Sachbuch-Segment werden auch humoristisch überspitze Berichte, skurrile Zusammenstellungen sowie allgemeine Ratgeber berücksichtigt, jedoch keine Reiseführer, Schul- und Lehrbücher. 
  • Es werden sowohl Lizenzausgaben (Zweitverwertungen von Hardcover- und Paperback-Ausgaben) als auch Originalausgaben, Deutsche Erstausgaben sowie Neu- und Sonderausgaben berücksichtigt.

Welche herstellerischen Regeln für die Bestsellerlisten gelten

Mit den in den vergangenen Jahren stärker aufgefächerten Größen- und Ausstattungsformaten müssen die Zuordnungen auch formal genauer beschrieben werden. Kriterien sind dabei Merkmale, die auch die Zielgruppe der Buchkäufer erkennt. 

Im Folgenden sind diese Merkmale als Anhaltspunkte für die Verlage aus Herstellersicht beschrieben.

Hardcover 

  • Ein Hardcover im Sinne der SPIEGEL-Bestsellerliste muss alle der vier folgenden Kriterien erfüllen: 
  • Dreiseitig überstehende Kanten
  • Dreiteilige Buchdecke 
  • Vollflächig verklebte Vorsatzseite 1 und 4
  • Offener (freier) Rücken.

Paperback

  • Ein Paperback für die KulturSPIEGEL-Bestsellerliste muss die folgenden beiden Kriterien erfüllen: 
  • Seitenhöhe mindestens 20,5 cm
  • Klappe an Umschlagseiten 1 und 4 

Taschenbuch

Für die SPIEGEL ONLINE-Taschenbuch-Bestsellerliste gilt die Faustregel: Alles, was nicht Hardcover oder Paperback ist, ist ein Taschenbuch. Das gilt auch für größere Broschuren, die keine Klappe aufweisen. Bücher mit einfacher Integraldecke werden generell nur noch auf der Taschenbuchliste geführt. 

Regeln für weitere Bestsellerlisten

  • Im Wirtschaftsbücher-Ranking werden nur Hardcover-Titel berücksichtigt. Nicht aufgenommen werden dabei Nachschlagewerke, preisreduzierte Sonderausgaben sowie Fachliteratur.
  • Bei Bilderbüchern, von denen es oft verschiedene Ausgaben gibt, wird jeweils die meistverkaufte Ausgabe aufgenommen. Bilderbuchreihen, bei denen die ISBN-Nummer nicht für einzelne Titel, sondern für Themensegmente vergeben wird, bleiben unberücksichtigt.
  • In der Bestsellerliste für Kinder- und Jugendbücher werden nur Original- und Erstausgaben aufgenommen. Hiermit soll verhindert werden, dass sich ein Titel sowohl als Hardcover als auch anschließend als Taschenbuch platziert. Klassische Schullektüre wird nicht berücksichtigt. Bei Reihentiteln wie "Harry Potter" oder "Tintenherz" wird in dieser Liste jeweils nur der neueste Titel der Reihe im Ranking geführt.


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