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Jahresbestseller

Am Ende eines jeden Jahres stellt sich die Frage, welche Titel sich im Laufe der vorangegangen zwölf Monate am meisten verkauft haben. buchreport blickt zurück und stellt die Jahresbestseller der vergangenen Jahre, getrennt nach Hardcover, Paperback und Taschenbuch noch einmal vor. 

Hier die Jahresauswertung der Bestsellerlisten des Nachrichten-Magazins DER SPIEGELSPIEGEL ONLINE und KulturSPIEGEL mit Informationen zu den meistverkauften Romanen und Sachtiteln im Hardcover-, Taschenbuch- und Paperbackformat:

 

SPIEGEL-Jahresbestseller 2014

Hardcover

Belletristik: Bewährter Brite bringt Lorbeer in die Bastei

Bereits im Sommer 2014 galt der Roman „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett als größter Hoffnungsträger des Buchhandels: In einer buchreport-Umfrage nach den Herbst-Favoriten wurde der Bastei Lübbe-Titel von den Sortimentern am häufigsten genannt. Sie sollten Recht behalten.

Der 1200 Seiten starke Abschlussband der „Jahrhundert-Trilogie“ des Briten stieg im September 2014 aus dem Stand auf Platz 1 ein und steht am Jahresende auch im Ranking der meistverkauften Hardcover-Romane ganz oben. Somit knüpft „Kinder der Freiheit“ mühelos an den Erfolg der Vorgänger „Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“ an. Letzterer behauptet sich in der Zweitverwertung auf Rang 11 der Taschenbuch-Jahresbestseller, das Hardcover brachte es auf Platz 4 des 2012er-Rankings.

Follett soll dem Verlag auch in den kommenden Jahren wieder Lorbeeren bringen. Mit dem Autor, seit 35 Jahren bei Bastei Lübbe an Bord, wurde im Dezember ein Vertrag über die Fortsetzung seiner Welterfolge „Die Säulen der Erde“ und „Tore der Welt“ geschlossen. Parallel wird ein Computerspiel zu „Die Säulen der Erde“ erscheinen.

Auf Platz 2 des Rankings liegt Jan Weiler mit „Das Pubertier“ (Kindler). Er stieg im März in die Top 10 auf und hielt sich dort 30 Wochen. Auf Platz 3 rangiert der Spitzenreiter des Vorjahres, die „Analphabetin“ von Jonas Jonasson. Der Zweitplatzierte des Jahres 2013, „Er ist wieder da“, hält sich immerhin noch auf Platz 17. 

Sachbuch: Erinnerungen, die Erinnerungen wecken

Der Junge muss auf die SPIEGEL-Bestsellerliste: An der Spitze des Sachbuch-Rankings für 2014 etablieren sich weder die Erinnerung an den 1914 ausgebrochenen Ersten Weltkrieg noch der Erklärungsbedarf über den aktuellen Krieg im Nahen Osten, sondern der Rückblick eines Fernsehkomikers auf seine Kindheit im Ruhrgebiet. 

Obwohl erst im Oktober gestartet, läuft Hape Kerkeling mit „Der Junge muss an die frische Luft“ (Piper) allen davon. Man darf gespannt sein, wie lange sein Siegeszug diesmal währt. Zur Erinnerung: Mit seinem Pilgerbericht „Ich bin dann mal weg“ (Malik) dominierte er unangefochten die Sachbuchlisten der Jahre 2006 und 2007 und landete 2008 auf dem zweiten Platz hinter Richard David Prechts philosophischem Megaerfolg „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ (Goldmann).

Vom anhaltenden philosophischen Boom profitierte 2014 vor allem der zweitplatzierte Titel „Gelassenheit“ des freien Berliner Philosophen Wilhelm Schmid (Insel). Aus dem leichten Fach kommt dagegen der einzige zweifach platzierte Autor unter den Top 20 des Jahres 2014: Modemacher Guido Maria Kretschmer, der sich in TV-Formaten wie „Shopping Queen“ und „Das Supertalent“ zum Publikumsliebling gelächelt hat, landet mit seinem aktuellen Titel „Anziehungskraft“ (Edel) auf Platz 6. Zum Longseller hat sich sein 2013 gestarteter Erstling „Eine Bluse macht noch keinen Sommer“ gemausert (Edel, Platz 7).

 

Taschenbuch

Belletristik: Verfilmung unterstützt die Zweitverwertung

Seit 34 Wochen in den Top 10, davon 18 Wochen in Folge an der Spitze der Bestsellerliste, meistverkaufter Taschenbuch-Roman des Jahres – das ist die Bilanz der im April 2014 erschienenen dtv-Ausgabe von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. John Greens tragikomische Liebesgeschichte zwischen zwei todkranken Teenagern hatte sich 2013 schon als Hardcover auf Rang 9 der Jahresbestseller platzieren können. Die Taschenbuch-Ausgabe wurde nun zusätzlich durch die Verfilmung gepusht, die ebenfalls erfolgreich über den Buchhandel vertrieben wird: Die DVD rangiert auf Platz 5 der Jahresbestseller.

Unter den diesmaligen Top 10 finden sich neben den erst vor einigen Monaten erschienenen Taschenbuch-Ausgaben der Bestseller „Inferno“, „Gone Girl“ und „Er ist wieder da“ unter anderem auch noch die weiterhin erfolgreichen Top 3 des Vorjahres: 

Mit dem Rowohlt-Titel „Tschick“ des verstorbenen Autors Wolfgang Herrndorf belegt der Spitzenreiter des Jahres 2013 Rang 4.

„Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ (Fischer) von Rachel Joyce erzielte Platz 2 und rangiert jetzt noch auf Platz 7.

Auf Platz 3 der Jahresbestseller stand 2013 Jonas Jonassons „Hundertjähriger“. Die Top-Platzierung gelang der Taschenbuch-Ausgabe des Bestsellers in nur sechs Verkaufswochen. Kein Wunder also, dass der wesentliche Absatz im Jahr 2014 erfolgte: Der btb-Titel steht hinter „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auf Rang 2.

 

Sachbuch: Sieben Leben und drei Top-Bestseller

Der Londoner Straßenkater Bob schlich bereits im vergangenen Jahr auf leisen Sohlen an die Spitze der Jahresbestsellerliste. In diesem Jahr reißt sich der beste Freund des Straßenmusikers und -schriftstellers James Bowen gleich drei Top-Platzierungen im Taschenbuch-Sachbuchranking unter die Tatze: Dem anhaltend erfolgreichen Erstling „Bob, der Streuner“ folgen auf den Plätzen 2 und 5 die in diesem Jahr erschienenen Fortsetzungen „Bob und wie er die Welt sieht“ und „Ein Geschenk von Bob“.

Über alle drei Erfolgstitel freut sich der Verlag Bastei Lübbe, die mit „Schmitz’ Häuschen“ von Komiker Ralf Schmitz auch noch einen weiteren Titel unter den Top 20 hat und damit der meistvertretene in der Spitzengruppe des Rankings ist. Mit jeweils zwei Top-20-Titeln bleiben Klett-Cotta, Schwarzkopf & Schwarzkopf und Goldmann in einigem Abstand.

Ein weiterer Topseller ist einfach umgezogen: „Die Kunst des klaren Denkens“ des Schweizers Rolf Dobelli zierte in der Originalausgabe von Hanser im vergangenen Jahr noch Platz 2 des Hardcover-Rankings. Auf der Jahresliste 2014 setzt er seine Bestsellerkarriere als Taschenbuch aus dem Hause dtv auf Platz 3 fort.

Für einen Sach-Taschenbuch-Bestseller musste der Kunde 2014 im Schnitt erstmals mehr als 10 Euro bezahlen. Die 10,16 Euro bedeuten einen Anstieg um immerhin 3,3%. Auch in den Vorjahren hatte es bereits deutliche Preisschritte gegeben.

 

Paperback: Drei aus vier

Nachdem Jojo Moyes schon 2013 mit „Ein ganzes halbes Jahr“ den ersten Platz der Paperback-Jahresbestsellerliste Belletristik belegte, hat sie in diesem Jahr zum großen Wurf ausgeholt und ist gleich mit drei Titeln auf den ersten vier Plätzen vertreten. Bei Rowohlt Polaris, dem speziell auf dieses Format zugeschnittenen Imprint, reibt man sich die Hände angesichts der Verkaufszahlen von „Weit weg und ganz nah“ (800.000), „Ein ganzes halbes Jahr“ (mehr als 2 Mio) und „Eine Handvoll Worte“ (mehr als 1 Mio). Schafft die Engländerin den Hattrick? 2015 schickt Rowohlt „Ein Bild von dir“ ins Paperback-Rennen.

In die Phalanx der extrem erfolgreichen Moyes-Titel konnte 2014 nur Lori Nelson Spielman mit „Morgen kommt ein neuer Himmel“ einbrechen. Das Mutter-Tochter-Drama der Amerikanerin, die als Hauslehrerin arbeitet, wurde im vergangenen Jahr nicht nur in den einschlägigen Literaturblogs gefeiert, sondern lässt auch Fischer in die Hände klatschen



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