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Zoff um Lisbeth

Am kommenden Donnerstag erscheint die Fortsetzung der „Millennium“-Trilogie in 25 Ländern, in Deutschland unter dem Titel „Verschwörung“ bei Heyne. In Schweden tobt ein öffentlicher Streit um das Buch des schwedischen Autors David Lagercrantz: Die Veröffentlichung missachte das Vermächtnis des verstorbenen „Millennium“-Autors Stieg Larsson.

Der Journalist Stieg Larsson starb 2004 an einem Herzinfarkt. Den Siegeszug seiner Roman-Trilogie um die eigenbrötlerische Hackerin Lisbeth Salander erlebte er nicht mehr: Weltweit wurden rund 80 Mio Exemplare seiner „Millennium“-Romane verkauft.

Dass der Norstedts-Verlag bei dem schwedischen Autor David Lagercrantz („Ich bin Zlatan“) eine Fortsetzung der erfolgreichen Trilogie in Auftrag gegeben hat, stößt dennoch bzw. gerade deshalb nicht nur auf Vorfreude, wie der „Tagesspiegel“ berichtet. Das Projekt sei „reine Grabplünderung“, entrüsten sich Freunde des verstorbenen „Millennium“-Autors in einem Zeitungsbeitrag. Der „Kommerz-Zirkus“ verhöhne Larssons „Widerwillen gegenüber unserer vollständig kommerzialisierten Gesellschaft“ und sei allein der Gier der Erben geschuldet.

Der Zoff um die „Millennium“-Fortsetzung hat eine lange Vorgeschichte: Seit Jahren streitet Larssons langjährige Lebensgefährtin mit seiner Familie um ihren Anteil am Erbe des postumen Beststellerautors. Wie der „Tagesspiegel“ weiter berichtet, kontert die Familie den Vorwurf der Gier: Die Tantiemen aus dem neuen Buch würden an die antirassistische Zeitung „Expo“ gehen, deren Chefredakteur Stieg Larsson gewesen war.

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