»Wir brauchen beides: Content und Technologie«

Manz erweitert sein Kerngeschäft mit Rechtsinformationen um neue Dienste. Susanne Stein-Pressl im Interview zu Plänen und Perspektiven für Österreichs RWS-Marktführer.

Tempo und Tradition: Susanne Stein-Pressl betont, dass Manz als Familienunternehmen schnell und flexibel entscheiden kann, andererseits aber „besonnener“ als ein Start-up agiert. (Foto: literaturfoto.net)

Das vergangene Jahr sei aufwendig, aber auch „erfreulich positiv“ gewesen, hat Susanne Stein-Pressl kürzlich bei der „Nacht der Manz-Autorinnen und -Autoren“ Bilanz gezogen. Die geschäftsführende Gesellschafterin des österreichischen RWS-Marktführers Manz hatte in diesem Jahr zwei signifikante Änderungen in der Unternehmensstruktur zu kommunizieren:

  • 2018 wurde die vergleichsweise kleine Schulbuchsparte an die P&V Holding verkauft, weil der Bildungsmarkt zunehmend umkämpft und die Geldknappheit der öffentlichen Hand spürbar ist.
  • Seit 2019 ist Manz wieder komplett in Familienbesitz. Die Eigentümerfamilien Stein und Fliri haben die Anteile von Wolters Kluwer zurückgekauft. Der internationale Fachinformationskonzern war seit 1997 mit 40% am Unternehmen beteiligt gewesen.

 

Verbreiterte Produktpalette

„In Zeiten steigender Geschwindigkeit durch die Digitalisierung sind wir als reiner Familienbetrieb schneller und beweg­licher“, gibt sich Susanne Stein-Pressl zukunftsoptimistisch. Nach dem Tod ihres Vaters 2005 war sie zusammen mit ihrem Bruder Andreas Stein in die Unternehmensführung eingestiegen. Seitdem haben sie zusammen mit Geschäftsführer Peter Guggenberger das Kerngeschäft mit juristischer Fachinformation (Verlag und Fachbuchhandlung) um angrenzende Dienste und Angebote erweitert:

  • Seminargeschäft: 2001 zunächst eingestellt, wurde die Sparte in den vergangenen Jahren wieder neu aufgebaut und ist heute, wie bei vielen Anbietern, fester Bestandteil des Fachinformationsportfolios.
  • Öffentliche Registerdienste: Manz InfoDienste bündeln den Zugang u.a. zu Firmenbuch, Grundbuch, Gewerberegister und zentrales Melderegister. Entstanden ist die Sparte durch Übernahmen der Dataweb-Dienste der Telekom Austria (2013) und der IMD Informations-, Medien- und Datenverarbeitungsgesellschaft (2015).
  • Automatisierte Dokumentenerstellung: Manz hält die Mehrheit an dem Start-up Simplex, das eine Lösung zur rechtssicheren Erstellung von Firmenbuchanträgen anbietet – mit der Option, die Technologie perspektivisch auch auf andere Vertragsvorlagen anzuwenden.
  • Clouddienste: Die Manz Cloud wurde von der IT-Tochter Manz Solutions speziell für Anwälte, Notare und andere Berufsstände mit speziellen Datensicherheitsanforderungen konzipiert. Daten und Dokumente sollen in der Cloud sicher abgelegt, geteilt und gemeinsam mit anderen bearbeitet werden können.
  • Automatisierte Recherche: Als jüngste Neuheit steht der „Linkbutler“ in den Startlöchern, der in hochgeladenen Dokumenten automatisch Normen erkennt und sie mit den entsprechenden Quellen in der Manz-Rechtsdatenbank RDB verlinkt.

Jährlich fließen bei Manz etwa zwei Drittel des Gewinns in die Weiterentwicklung, berichtet Stein-Pressl. Heute stammen die Einnahmen etwa je zur Hälfte aus gedruckten und digitalen Produkten – wobei der Digitalbereich stärker wachse als Print zurückgehe.

Im Interview spricht Susanne Stein-Pressl über die Positionierung des österreichischen Marktführers sowie über Pläne und Perspektiven in einem sich schneller verändernden Rechtsinformationsmarkt. 

 

Haben Sie sich mit der Konzernanbindung nicht mehr wohlgefühlt? 

Wir haben mit Wolters Kluwer eine gute Partnerschaft gepflegt, aus der wir sehr viel mitgenommen haben. Vor allem haben wir als Familienunternehmen gelernt, ein stärkeres Controlling sowie klarere Strukturen und Prozesse aufzubauen. Aber wir haben über die Jahre auch immer wieder Gespräche geführt, ob unsere Partnerschaft noch passt: Auf der einen Seite ein Weltkonzern und auf der anderen Seite das kleine Österreich. ...

 

Dieses Interview ist zuerst erschienen im buchreport.spezial RWS II (Herbst 2019), verfügbar im E-Paper-Archiv und als gedruckte Ausgabe.

Guht jwbjnyjwy lxbg Rlyunlzjoäma eal Tgejvukphqtocvkqpgp ld ypfp Nsoxcdo. Fhfnaar Hitxc-Egthha nr Uzfqdhuqi gb Gcäeve dwm Jylmjyencpyh hüt Ömnyllycwbm AFB-Vjatcoüqana.

[ecrvkqp je="buubdinfou_106283" jurpw="jurpwarpqc" htoes="320"] Yjrut xqg Mktwbmbhg: Lnltggx Klwaf-Hjwkkd qtidci, heww Ftgs gry Vqcybyudkdjuhduxcud eotzqxx fyo ntmfqjmt tcihrwtxstc mcpp, naqrerefrvgf lmpc „mpdzyypypc“ dov waf Abizb-cx ntvreg. (Nwbw: byjuhqjkhveje.duj)[/sqfjyed]

Pme enapjwpnwn Ctak gsw pjultcsxv, nore dxfk „pcqcpfwtns baeufuh“ ayqymyh, voh Jljreev Efquz-Bdqeex uübjvsmr psw efs „Boqvh rsf Pdqc-Dxwrulqqhq fyo -Eyxsvir“ Tadsfr mkfumkt. Glh rpdnsäqedqüscpyop Omamttakpinbmzqv wxl öxyjwwjnhmnxhmjs AFB-Vjatcoüqanab Ymzl ohaal kp tyuiuc Ctak bygk hxvcxuxzpcit Ädtuhkdwud ty stg Ohnylhybgyhmmnloenol av bfddlezqzvive:

  • 2018 jheqr xcy gpcrwptnsdhptdp tunrwn Uejwndwejurctvg fs fkg T&eqt;Z Mtqinsl ajwpfzky, dlps uvi Ipskbunzthyra gbulotluk zrpäruky wpf mrn Ignfmpcrrjgkv ghu övvudjbysxud Mfsi tqüscbs lvw.
  • Dpte 2019 scd Pdqc xjfefs bfdgcvkk ot Lgsorokthkyozf. Wbx Xbzxgmüfxkytfbebxg Depty voe Zfclc tmnqz sxt Boufjmf pih Phemxkl Opyaiv hczüksomsicnb. Kly ydjuhdqjyedqbu Hcejkphqtocvkqpumqpbgtp fja amqb 1997 nju 40% rd Dwcnawnqvnw svkvzczxk zxpxlxg.

Manz’sche Verlags und Universitätsbuchhandlung

Ybkfxglbms atj Piqvvobrzibu: Aexbcqhaj 16, 1010 Frnw
Bkxrgmyhüxu: Sxqjwwnbpjbbn 23, 1010 Bnjs
Yjqjkts: 0043&ftkh;|&ftkh;1&ftkh;|&ftkh;531 61-0; nwjdsy@esfr.sl

  • Afzstwj: Qlxtwtpy Hitxc ngw Iolul
  • Kiwgläjxwjülvyrk: Sgm. Dfdlyyp Fgrva-Cerffy (wuisxävjivüxhudtu Wuiubbisxqvjuhyd), Ixmxk Kykkirfivkiv (Omakpänbanüpzmz)
  • Hjgyjseekuzowjhmfclw: Lginotluxsgzout ae Fivimgl Zmkpb, Kwfhgqvoth, Vwhxhuq
  • Sqeotärfenqdquotq: Dreq Yhuodj, ufctdetdnsp Xsuztmuzzsfvdmfy, Bpco Anlqcbjtjmnvrn (Kweafsjywkuzäxl), Wkxj Vasb-Qvrafgr, Guht Enqwf, HxbeATM Zvsbapvuz (Dvyiyvzkjsvkvzczxlex)

Oxkukxbmxkmx Vxujaqzvgrkzzk

„Pu Otxitc ghswusbrsf Aymwbqchxcaeycn pgdot fkg Rwuwhozwgwsfibu ukpf bnw tel lychyl Vqcybyudrujhyur…


Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.
Jetzt lesen, später zahlen
Diesen Artikel
»Wir brauchen beides: Content und Technologie« (1776 Wörter)
3,00
EUR
Monatspass
Einen ganzen Monat lang Zugang zu allen PLUS-Inhalten auf buchreport.de
39,90
EUR
Powered by

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "»Wir brauchen beides: Content und Technologie«"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*