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Seemann Henschel: Mit Kunst auf Kurs

Als Annika Bach 2014 als Programmleiterin bei Seemann Henschel anfing, war es bereits ausgemacht, dass sie in ein paar Jahren die verlegerische Verantwortung von ihrem Vater übernehmen würde. Jürgen A. Bach hatte die Verlagsgruppe 2003 zusammen mit Bernd Kolf in Leipzig aus der Taufe gehoben und darunter traditionsreiche Verlage wie E. A. Seemann, Henschel und Koehler & Amelang sowie den Regionalbuchverlag Edition Leipzig versammelt. Dann kam die Insolvenz: Die Rückzahlungsforderungen der VG Bildkunst und der VG Wort, aber auch strukturelle Veränderungen im Buchmarkt zwangen das Unternehmen Anfang 2017 in die Knie.

Dass der Staffelstab wenig später dennoch erfolgreich übergeben werden konnte, ist Michael Kölmel und seiner Frau Doris Apell-Kölmel zu verdanken: Der Medien­unternehmer, der 2006 bereits den Buchversender Zweitausendeins vor der Pleite bewahrt hatte, und die promovierte Kunsthistorikerin haben Seemann Henschel im Oktober 2017 übernommen. Sein Engagement begründet Kölmel mit dem „hohen Renommee“ der Verlagsgruppe: „Die Programme mit ihrer starken Backlist sind für die kulturelle Vielfalt der deutschsprachigen Bücherproduktion von Bedeutung.“

Um wieder Segel setzen zu können, wurde die Kostenschraube an verschiedenen Stellen angezogen:

  • Die Verlagsgruppe hat den alten Firmensitz im Leipziger Haus des Buches verlassen und firmiert jetzt unter dem Signet E.A. Seemann Henschel am Zweitausendeins-Sitz in der Karl-Tauchnitz-Straße 6.
  • Die Herstellung ist an einen externen Dienstleister übergeben worden.
  • Anders als ursprünglich angekündigt, werden die Imprints Edition Leipzig sowie Koehler & Amelang nicht fortgeführt.
  • In der Folge wurden zwei Stellen nicht mehr besetzt (Herstellung, Programm).
  • Nicht zuletzt bedeutet auch der Wegfall der verlegerischen Doppelspitze eine finanzielle Erleichterung.

Geschäftsführerin Annika Bach – neben den Kölmels ebenfalls Gesellschafterin der Verlagsgruppe – bilanziert im Interview das erste Jahr nach dem Neustart und beleuchtet die Herausforderungen im schwieriger werdenden Kunstbuchmarkt.

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