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Weniger Absatz, mehr Umsatz

Was das Geschäft mit Filmen angeht, ist der stationäre Buchhandel ein überaus konservativer Vertriebsweg: So spielt die Blu-ray, seit 2008 das hochauflösende Nachfolgeformat der DVD, bis heute im Sortiment eine nur marginale Rolle. Gleichzeitig ist aber ausgerechnet der stationäre Buchhandel derjenige Vertriebsweg, der seit Jahren stabile bis leicht wachsende Umsätze erzielt. Das zeigen die aktuellen Videomarktzahlen für 2014, die von GfK Consumer Panel im Auftrag der deutschen Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben wurden.

Die bemerkenswerte Ausnahmestellung des Vertriebswegs Buchhandel:

  • Im gesamten Videokaufmarkt sind im vergangenen Jahr die Umsätze in allen stationären Kanälen rückläufig gewesen, angefangen bei den Elektronik-Ketten wie Saturn, Media-Markt und Co. (?10%) bis zu medienhandelnden Drogerien wie Müller und Rossmann (?5%), während der stationäre Buchhandel als einziger stationärer Kanal mit 4% gewachsen ist.
  • Die Zahl der über das stationäre Sortiment abgesetzten DVDs ist leicht gesunken um 1% auf 5,2 Mio verkaufte Exemplare, dennoch stieg der damit erzielte Umsatz um 4% auf 56 Mio Euro. Die Erklärung: Neben einem höheren Durchschnittpreis (+6% auf 10,62 Euro) erkennen die Marktforscher eine „Intensivierung“ im DVD-Geschäfts des Buchhandels.

Mehr zum Thema im buchreport.express 11/2015 (hier zu bestellen)

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