Weihnachten 2020: Konsumenten sparen nicht bei Geschenken

Die allgemeine Stimmungslage angesichts der Corona-Pandemie hat im Einzelhandel bereits Spuren hinterlassen, vor allem in den Innenstädten und Einkaufsstraßen. Die gute Nachricht: Auf den Umsatz im Weihnachtsgeschäft soll das nur wenig Einfluss haben.

Rund 330 Euro wollen die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben, also rund 19.8 Mrd Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen GfK-Analyse zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Petra Süptitz, GfK-Expertin im Bereich Consumer Intelligence. (Foto: GfK)

Die Hälfte der Konsumenten macht sich, ausgelöst durch Corona, Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft. Damit ist der Wert wieder so hoch wie in der ersten Welle im April. Dennoch kann der Handel ein ähnlich gutes Weihnachtsgeschäft wie im vergangenen Jahr erwarten: Mit einem Budget für Weihnachtsgeschenke von durchschnittlich 330 Euro bewegen sich die geplanten Ausgaben in diesem Jahr auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Jahr 2019. Und dies obwohl bereits im vergangenen Jahr im Weihnachtsgeschäft Rekordumsätze erzielt wurden.

Buchhändler dürfen hoffen

Neben Spielzeug und Lebensmittel sind (fast erwartungsgemäß) auch Bücher wieder stark nachgefragt, erklärt Petra Süptitz, GfK-Expertin im Bereich Consumer Intelligence. „Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Menschen deutlich mehr Freizeit zu Hause verbringen als üblich. Dieser Rückzug ins eigene Heim beeinflusst nun auch die Geschenkeauswahl.“ So wollen 9 Prozent der Verbraucher mehr Geld für Spielzeug, Brettspiele oder Puzzles ausgeben, 8 Prozent mehr Geld für Bücher und 7 Prozent mehr Geld für Lebensmittel und Getränke wie zum Beispiel Pralinen, Wein oder Präsentkörbe.

Vor allem Konsumenten im Alter von 18 bis 29 Jahren wollen „investieren“: Rund 500 Euro sind im Schnitt geplant, fast 50% mehr als im Vorjahr. Menschen ab 50 Jahren wollen dagegen eher sparen.

Allerdings  verlagert sich das Geschäft erwartungsgemäß ins Digitale. Der Online-Handel hat sehr stark von der Covid-19 Pandemie profitiert und dies zeigt sich auch im Weihnachtsgeschäft. Auch wenn sich ein Drittel der Deutschen den weihnachtlichen Bummel in der Innenstadt nicht nehmen lässt, kaufen 55 Prozent  in diesem Jahr mehr Weihnachtsgeschenke im Internet als sonst – vor allem die 18 bis 39-Jährigen. „Der stationäre Handel hat nach wie vor nicht an Relevanz verloren, vor allem bei höherpreisigen und beratungsintensiven Produkten oder auch bei Produkten, die man vor dem Kauf sehen und ausprobieren möchte“, kommentiert Petra Süptitz. 

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