Auf Sparflamme, aber Fitzek kommt

Festivalleiter Josef Zierden (l.) mit Bestsellerautor Sebastian Fitzek (Foto: privat)

Vor 25 Jahren gründete der promovierte Germanist und Studienrektor Josef Zierden das Eifel-Literatur-Festival mit dem Anspruch, die Eifel zur Literaturbühne und als Kulturregion bekannt zu machen. Mit Erfolg: Zunächst regional auf den Kreis Bitburg-Prüm beschränkt, wuchs das ehrenamtlich organisierte Lesefest über die Jahre zur größten Literaturveranstaltung in Rheinland-Pfalz, mit fünfstelligen Besucherzahlen und Veranstaltungen im Wochentakt an zahlreichen Orten – zuletzt im Jahr 2018 mit 24 Lesungen und rund 14.000 Besuchern.

Seit Bestehen des Festivals traten mehr als 250 Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf. Wenn Zierden rief, kamen die Großen, darunter die Literaturnobelpreisträger Imre Kertész, Günter Grass, Herta Müller und Swetlana Alexijewitsch sowie viele Bestsellerautoren wie etwa Daniel Kehlmann, Frank Schätzing und Charlotte Link.

Doch jetzt will der 65-Jährige, mittlerweile pensionierte Lehrer aufhören. Neben gesundheitlichen Gründen nennt Zierden auch „Ehrenamts-Frust“ durch sinkende Fördermittel und steigende Bürokratie. Daher wird es in der nächsten Auflage 2020 nur noch eine Veranstaltung geben, die Bestsellerautor Sebastian Fitzek bestreitet. Künftig soll das Festival dann „in abgespeckter Form“ mit maximal 10 Lesungen fortgesetzt werden, wobei ein Mitglied des Vereins Literaturbüro Eifel die Leitung übernehmen wird. Einen ersten Testlauf soll es 2021 mit einer „Special“-Ausgabe geben.

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