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Wandel im Wareneinkauf

Der Wareneinkauf ist erfolgsentscheidend – qualitativ wegen der Gestaltung eines zutreffenden Angebots und auf der Kostenseite wegen des immensen Aufwands der Sichtung und Auswahl aus dem riesigen Titelangebot der Verlage. Deshalb stehen die drei Vertriebs-V – Vorschau, Vertreter, Verlagsinformation – immer wieder in der Diskussion.

Der größte Veränderungsdruck im Wareneinkauf geht seit Langem von den Filialisten aus, die nicht nur ihre Hebel bei Rabatt und Marketing-Obolus der Verlage ansetzen. Die interne Rationalisierung des Einkaufs im Filialnetz:

  • Mainstream: Zentrale Disposition des Top-Titel-Angebots, dessen Anteil am Gesamtumsatz stetig wächst.
  • Arbeitsteilung: Organisatorische Trennung von Einkauf und Verkauf bei genereller Reduzierung von Personalkosten.

Bei aller warenwirtschaftlichen Durchdringung bleibt es bei einer Gratwanderung zwischen zentraler Professionalität und lokaler Dispositionshoheit.

Aktuell unternimmt Buchhandels-Marktführer Thalia einen neuen Anlauf zur „Optimierung des Bucheinkaufs“. Einkaufsgeschäftsführer Tom Kirsch hat auf der Leipziger Buchmesse die 2002 eingeführten regionalen Hausbörsen abgesagt, deren Terminierung mit den Verlagen für die Herbstsaison jetzt angestanden hätte. Die regionalen Hausbörsen, die die herkömmlichen Vertreterkontakte ersetzten, hatten sich nach anfänglichem Unmut in der Branche als Rationalisierungsinstrument bewährt.

Jetzt geht der Trend zu einem Ausbau des zentralisierten Thalia-Sortimenterkreises in inhaltlich spezialisierte Runden.

Mehr zum Thema im neuen buchreport.express 12/2009, der am morgigen Donnerstag erscheint.

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