Von Flensburg bis Lörrach

Protestierten bereits in der Vergangenheit für den Erhalt ihres Standortes die Beschäftigten von Karstadt in Hamburg-Billstedt. Foto: Flickr, madebyr.de, CC BY-SA 2.0

Bei Karstadt steht eine neue Sanierungsrunde bevor. Wie berichtet, stehen rund 20 der verbliebenen 83 Standorte zur Disposition. Jetzt liegt eine Liste der gefährdeten Filialen vor.

Der „Focus“ berichtet, dass sogar 29 Filialen von Flensburg bis Lörrach keine langfristig tragfähige Marktposition hätten. Das Magazin beruft sich auf eine Studie des Warenhausexperten Gerd Hessert
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„An diesen Standorten kommt vieles zusammen: die generelle Konkurrenz durch Online-Anbieter, die sinkende Attraktivität des Warenhauses als Einkaufsstätte, aber auch eine geringe Wirtschaftskraft der Umgebung“, zitiert das Blatt Hessert, der früher selbst im Management des Essener Konzerns tätig gewesen und inzwischen Lehrbeauftragter für Handelsmanagement an der Uni Leipzig sei.
Karstadt bis in die späten 1990er-Jahre (vor der Filialisierungswelle großer Buchhandlungen) selbst Deutschlands größter Buchhändler mit Buchabteilungen an gut 200 Standorten, führt heute auch eine Reihe der verbliebenen größeren Häuser kein Buchangebot mehr.

  • Etwa 30 bis 40 Buchabteilungen werden noch von Karstadt selbst bewirtschaftet auf Flächen zwischen 50 und 100 qm.
  • 18 Standorte sind an Hugendubel vermietet, der die Shop-in-Shops bei der Entflechtung des DBH-Jointventures mit Weltbild übernommen hat.
  • Zwei Berliner Filialen laufen seit Beginn der Karstadt-Zusammenarbeit 2008 unter der Marke Hugendubel, die anderen bisher unter Weltbild geführten Shop-in-Shops sollen noch umbenannt werden, was angesichts der unklaren Verhältnisse beim Warenhauskonzern nicht forciert wird. 

Kommentare

1 Kommentar zu "Von Flensburg bis Lörrach"

  1. Karstadt in Leonberg läuft gut , kein Grund zu Schliessen.

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